Mats Hummels hat sich fassungslos über die Investoren-Pläne rund um Fifa-Präsident Gianni Infantino gezeigt.
„Was geht in deinem Kopf vor?“Hummels übt scharfe Kritik an Infantino

Kritisiert FIFA-Präsident Infantino heftig: Mats Hummels. (Archivbild)
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Weltmeister Mats Hummels hat die inzwischen gescheiterten Pläne von FIFA-Präsident Gianni Infantino für ein milliardenschweres Investorenprojekt scharf kritisiert. „Es ist einer der größten Skandale in der Geschichte des Sports“, sagte der ehemalige Nationalspieler in seinem Podcast „Alleine ist schwer“.
„Wie kommst du auf diese Idee? Was geht in deinem Kopf vor, dass du denkst, das wäre okay?“, fragte Hummels mit Blick auf Infantino. Dass man „das größte Sportereignis der Welt den Menschen wegnehmen“ und ein eigenes Ding daraus machen wolle, sei „Wahnsinn“.
Hummels: Entscheidungsträger nutzen Sport aus Eigeninteresse
Infantino hatte zuletzt Pläne vorangetrieben, Anteile an kommerziellen Bereichen des Weltverbands an private Investoren zu verkaufen. Der FIFA-Präsident verwarf die Idee später, nachdem es unter anderem von der UEFA heftigen Widerstand gegeben hatte.
Es gebe „nichts Verbindenderes in der Sportwelt“ als die Wochen der Fußball-Weltmeisterschaft alle vier Jahre, sagte Hummels.
Das Vorgehen sei trotz des Scheiterns ein alarmierendes Signal. „Wahrscheinlich sind Macht und Geld irgendwann eine Droge – es kann nicht anders sein“, sagte Hummels. Die Entscheidungsträger im Weltfußball würden den Sport aus Eigeninteresse „einmal komplett finanziell ausmelken“.
Dies könne dazu führen, „dass die Leute in ein paar Jahren oder Jahrzehnten keinen Fußball mehr schauen, weil sie es sich nicht mehr leisten können“, warnte Hummels. (dpa/red)