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„Ich schäme mich dafür“Bayern-Sportvorstand Eberl kritisiert Fifa-Pläne scharf

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Max Eberl, Jan-Christian Dreesen und Rouven Kasper auf der Tribüne.

Max Eberl (Mitte) hat die Fifa scharf kritisiert.

Für große Verärgerung sorgt das Vorhaben der Fifa, Anteile an der WM an Geldgeber zu veräußern. Deutliche Kritik kommt von Max Eberl vom FC Bayern.

Die Vorhaben des Weltfußballverbands Fifa unter der Leitung von Präsident Gianni Infantino sind auf scharfe Ablehnung bei Max Eberl, dem Sportvorstand des FC Bayern München, gestoßen.

Grund dafür ist die Absicht, Anteile an bedeutenden Veranstaltungen wie der Weltmeisterschaft an private Geldgeber zu veräußern. „Ich finde es beschämend. Ich schäme mich dafür, dass wir über solche Gedanken reden“, kommentierte Eberl am Mittwoch bei der Präsentation des Neuzugangs Nathaniel Brown.

Max Eberl: „Der Fußball gehört uns nicht“

Am Dienstag hatte die Fifa offiziell mitgeteilt, dass sie über eine neu geschaffene Tochterfirma mit dem Namen Fifa Forward Enterprise (FFE) Anteile an der WM verkaufen möchte, was international heftige Reaktionen auslöste.

Die wachsende wirtschaftliche Ausrichtung des Sports durch die Organisation wurde von Eberl beanstandet. „Der Fußball gehört uns nicht. Das ist ein Spiel. Die Fifa ist für mich da, dieses Spiel zu begleiten und dieses Spiel in Formen und Regeln zu bringen“, erklärte der Sportvorstand.

Allerdings beschleiche ihn die Empfindung, die Fifa existiere „nur dazu da, Profit zu machen“. Der Anschein werde erweckt, dass über sämtliche Wege lediglich Einnahmen generiert werden sollen. „Mich, der schon seit vielen Jahren im Fußball zuhause ist, ekelt das“, ergänzte Eberl. Das berichtet „Sport1“.

Aufgrund der Vorhaben plant die Europäische Fußball-Union (Uefa) Berichten verschiedener Medien zufolge noch in der laufenden Woche ein Krisentreffen. In diesem Rahmen könnte ebenfalls ein Boykott kommender Weltmeisterschaften erörtert werden.

Eberl unterstützt denkbare Schritte der Uefa

Eberl hieß diesen Schritt gut: „Ich finde es gut, wenn ich höre, dass die Uefa eine Krisensitzung einberufen hat, um zu überlegen, gewisse Turniere zu boykottieren.“ Er präferiere zwar den Dialog, sei aber im Notfall für ein entschlossenes Vorgehen.

„Aber wenn es soweit kommt, dann bin ich tatsächlich auch dafür, dass wir als Europa starke Stirn bieten und sagen: ‚Da machen wir nicht mit‘“, erläuterte Eberl und beendete seine Ausführungen mit dem Satz: „Es fühlt sich echt beschissen an!“ (red)