Abo

Ambitionierte Pläne für 2035Deutschland strebt Platzierung unter den Top-Fünf-Sportnationen an

2 min
Der DOSB will, dass Deutschland bis 2035 wieder zu den besten fünf Sportnationen weltweit zählt. (Archivbild)

Der DOSB will, dass Deutschland bis 2035 wieder zu den besten fünf Sportnationen weltweit zählt. (Archivbild)

Der deutsche Sport hat sechs ambitionierte Ziele für die nächsten zehn Jahre formuliert – darunter mehr Medaillen, mehr Bewegung und mehr Mitglieder.

Bis 2035 möchte Deutschland zu den fünf besten Sportnationen der Welt gehören. Dieses Ziel gehört zu sechs ambitionierten Vorhaben, die der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) auf seiner Mitgliederversammlung in Frankfurt am Main einstimmig verabschiedet hat.

Als mögliche Kriterien nennt der DOSB den Platz im im Medaillenspiegel bei Olympischen Spielen sowie die sogenannten Olympic Ranking Points. Diese umfassen mehr als nur den reinen Medaillenspiegel.

Steigerung der Bewegungszeit

Innerhalb der kommenden zehn Jahre will der DOSB zudem die Bewegungszeit bei Kindern und Jugendlichen auf mindestens 90 Minuten pro Tag und bei Erwachsenen auf 150 Minuten pro Woche steigern. „Stellen Sie sich vor, wie sich das auf die Lebensqualität auswirkt: Es bedeutet, fitter, gesünder, sich einfach wohler in seiner Haut zu fühlen“, sagte DOSB-Präsident Thomas Weikert. Nach Angaben der Dachorganisation erfüllen derzeit nur etwa 20 Prozent der Kinder und Jugendlichen sowie rund 60 Prozent der Erwachsenen die Anforderungen.

Bei der Politik will sich der DOSB dafür stark machen, dass die Menschen in Deutschland maximal 15 Minuten bis zu einer gewünschten modernen Sportstätte benötigen. „Ambitioniert? Ja. Machbar? Ja. Jedenfalls dann, wenn wir gemeinsam an einem Strang ziehen“, betonte Weikert. Der derzeitige Sanierungsstau liege bei gut 30 Milliarden Euro.

Zielmarke: 35 Millionen Mitglieder

Der Verband strebt an, bis 2035 die Marke von 35 Millionen Mitgliedschaften im organisierten Sport zu erreichen. Zum 1. Januar 2025 lag die Zahl bei rund 29,3 Millionen.

Erhöht werden soll die Zahl sogenannter DOSB-Lizenzen. Sie bescheinigt Trainerinnen und Trainer eine fundierte Ausbildung und Expertise im jeweiligen Sportbereich. Konkret soll es bis 2035 1,5 Millionen statt bislang circa 500.000 gültige DOSB-Lizenzen geben.

100 Prozent Sicherheit im Sportvereinsumfeld

Der DOSB will, dass sich alle Menschen im Sportvereinsumfeld sicher und willkommen fühlen. Gemessen werden kann dies mit repräsentativen Umfragen sowie einem Inklusions- und einem Diversitätsindex. Man werde immer alles dafür tun, dass sich beim Sport alle aufgehoben fühlen, äußerte Weikert: „So geht Gemeinschaft.“

Für die sechs Ziele sollen im kommenden Jahr konkrete Maßnahmen entwickelt werden. Sie sollen auf der nächsten ordentlichen Mitgliederversammlung Ende 2026 präsentiert und ab 2027 umgesetzt werden. (dpa)