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Tempokontrolle als SchlüsselTelekom Baskets wollen bei den Riesen als Kollektiv punkten

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Bonns Point Guard Grayson Murphy (links) will in Ludwigsburg genauso mutig zum Korb ziehen wie gegen den Chemnitzer Kevin Yebo.

Bonns Point Guard Grayson Murphy (links) will in Ludwigsburg genauso mutig zum Korb ziehen wie gegen den Chemnitzer Kevin Yebo.

Bonns Trainer betont die Bedeutung der Verteidigung gegen Ludwigsburgs spielstarke Guards in der Basketball-Bundesliga.

Die Wunden nach dem 63:66 in München sind geleckt, die Telekom Baskets Bonn machen sich auf zu neuen Taten. In der Basketball-Bundesliga treten sie am Samstag um 18.30 Uhr bei den MHP Riesen Ludwigsburg an.

Direktes Duell um Playoff-Platzierung

Wie so oft in den vergangenen Wochen treffen die Bonner auf einen direkten Tabellennachbarn. Die Hausherren sind Siebte, die Gäste Sechste. Allerdings haben die Baden-Württemberger zwei Partie weniger ausgetragen und weisen zwei Minuspunkte weniger auf. Da sich die Hinrunde langsam ihrem Ende neigt, werden diese direkten Duelle immer wichtiger. Platz sechs nach der Hauptrunde berechtigt zur direkten Teilnahme an den Playoffs und würde den Umweg über die Play-Ins ersparen.

Obwohl die Baskets zuletzt das Nachsehen hatten, konnten sie durchaus ein positives Fazit ziehen. Zum einen zogen sie ihren Spielplan durch. Immer wieder verwickelten sie die Bayern in kraftraubende Eins-gegen-Eins-Situationen, da die Hausherren noch zwei Tage zuvor im Einsatz gewesen waren. Zum anderen kontrollierten sie über weite Strecken das Tempo und schafften es, den Deutschen Meister einer seiner Stärken zu berauben.

Verteidigungsstärke der Baskets als Schlüssel

An dritte Stelle stand die Verteidigung, mit der die Rheinländer dem Favoriten den Schneid abkauften. Niemand hätte sich vor der Begegnung beschwert, wenn die Baskets eine Lehrstunde an der Isar erhalten hätten, doch sie hielten bis zum Schlusssignal mit und schnupperten zu Recht lange an der Sensation. Die Niederlage mussten sich die Bonner indes selbst ankreiden, mit einer Feldwurfquote von nur 37 Prozent lässt sich sonst kein Blumentopf gewinnen. Da auch die Bayern nur auf 39,3 Prozent kamen, entschied sich das Spiel in der Defense.

In Ludwigsburg will die Mannschaft von Trainer Marko Stankovic die nächste Serie starten, nachdem sie zuvor drei Siege in Folge eingefahren hatte. Bei den Riesen fällt Center Keeshawn Kellman aus, der bis zu seiner Meniskusverletzung als Starter 6,8 Punkte und 6,8 Rebounds auflegte. Für den 25-Jährigen rückte Maxwell Dongmo Temoka in den Kader auf und überzeugte beim 100:79-Erfolg in Bamberg.

Konzentration auf Ludwigsburgs Schlüsselspieler

Ludwigsburgs Punktegarant Nummer eins ist Shooting Guard Traveon Buchanan mit 17,7 Zählern pro Partie. Nicht minder gefährlich sind Small Forward Elijah Hughes (16,8), Point Guard Stefan Smith (14,45) und Power Forward Babacar Sane (10,4).

Die Unterschiede zwischen Baskets und Riesen sind auf dem Papier nicht sonderlich groß. Bonn kommt im Schnitt auf 78,9 Punkte, Ludwigsburg auf 84,1. Es wird also einmal mehr für die Gäste auf die Defense ankommen, mit der sie wie gegen die Bayern das Tempo drosseln wollen.

Teamplay als Bonner Stärke

Außerdem müssen sie öfter als der Gegner abschließen, denn ihre Dreierquote ist mit 26,3 Prozent weiterhin ausbaufähig. Ein Faustpfand bleibt das Teamplay der Bonner, die auf 16,8 Vorlagen pro Partie kommen. Die Hausherren sind mit lediglich 13,9 Assists ligaweit die schwächste Mannschaft in dieser Rubrik.

„Uns erwartet eine physische und aggressive Mannschaft, die auch unter Coach Mikko Riipinen der Ludwigsburger Identität treugeblieben ist. Das zeigt sich sowohl am hohen Defensivdruck, den Ludwigsburg über das ganze Feld ausübt, als auch an der Präsenz beim Offensivrebound. Zudem stehen bei den Riesen die Guards klar im Vordergrund. So zählen Hughes und Buchanan zu den Spielern, die mit die meisten Dreier nehmen. Unsere Aufgabe besteht darin, das Scoring der Aufbauspieler im Kollektiv zu kontrollieren und gleichzeitig nach Fehlwürfen konsequent zu rebounden. Das wird eine große Herausforderung“, sagt Baskets-Headcoach Marko Stankovic.

Spannende Rückspielserie gegen Rostock Seawolves

Nach dem Gastspiel im Süden der Republik kommt es zum Doppelvergleich mit den Rostock Seawolves. Nach dem Hinspiel am Freitag, 23. Januar, um 20 Uhr auf dem Hardtberg folgt am Samstag, 31. Januar, um 18.30 Uhr das Rückspiel.