85:75 über ManresaTelekom Baskets ziehen als Gruppensieger ins Viertelfinale der Champions League ein

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Sebastian Herrera gibt Anweisungen

Sebastian Herrera ist Antreiber und mit vier Dreiern erfolgreicher Schütze zugleich.

Durch den Sieg gegen den spanischen Erstligisten sichern sich die Baskets den Gruppensieg in der Zwischenrunde und bekommen bei der Auslosung des Viertelfinales einen Tabellenzweiten zugelost.

Jetzt gehören die Telekom Baskets einem exklusiven Kreis an: Als einer von nur drei Vereinen europaweit haben sie es geschafft, in der Basketball Champions League zehn Spiele in Folge zu gewinnen. Mit dem 85:75 (23:17, 25:23, 21:22, 16:13) am Dienstagabend über den spanischen Erstligisten BAXI Manresa folgten sie Monaco (14 Siege in Serie) und Teneriffa (12).

Was für den weiteren Verlauf ihrer Saison wichtiger ist: Sie haben sich dadurch in der Zwischenrunde (beste 16) den Gruppensieg gesichert. Das heißt, sie bekommen bei der Auslosung des Viertelfinales einen Tabellenzweiten zugelost, ein mögliches drittes Spiel wäre zudem in Bonn. Das letzte Gruppenspiel am nächsten Mittwoch bei Bahcesehir Istanbul ist für die  Bonner schon bedeutungslos – was nicht heißen soll, dass sie nicht ihre Siegesserie (wettbewerbsübergreifend 13 Spiele) ausbauen wollen.

Baskets legen vor, Manresa kämpft sich immer wieder ran

Gegen Manresa war dies vor 5010 Fans erst im vierten Viertel gesichert, zuvor hatte der Tabellenzweite leidenschaftlichen Widerstand geleistet und den Baskets alles abverlangt. So entwickelte sich ein sehr physisch geführtes Kampfspiel, in dem die Hausherren mehrfach kleine Serien starteten, Manresa sich aber immer wieder herankämpfte. So konterten sie einen 8:1-Spurt der Baskets zum 16:9 mit einem 8:0-Run zur eigenen 17:16-Führung.

Auch als sich die Iisalo-Truppe beim 26:19 ein zweites Mal auf sieben Punkte löste, waren die Gäste beim 32:32 wieder gleichauf. Zwar gelang den Bonnern kurz vor der Pause beim 48:37 eine erste zweistellige Führung, aber im dritten Durchgang verkürzte Manresa wieder auf 55:60.

Malcolms kapitaler Block ist die Kirsche auf der Torte

Es war zwei Dreiern von  Javontae Hawkins, der nach seiner „Nullnummer“ gegen Würzburg mit 17 Punkten Topscorer war, und einem Fernschuss von Karsten Tadda zu verdanken, dass die Baskets den Abstand direkt wieder ausbauen konnten. Der entscheidende Zwischenspurt gelang im Schlussviertel mit einem 11:0-Lauf zum 80:64 (35.) – davon erholten sich die Spanier nicht mehr.

Neben Hawkins trugen TJ Shorts mit erneutem Double-Double (13 Punkte, 10 Assists), Tadda (12 Punkte, 3 Dreier), Sebastian Herrera (12 Punkte durch 4 Dreier) und Finn Delany (11 P.) am meisten um Erfolg bei. Collin Malcolm war es vorbehalten, für den spektakulären Schlusspunkt zu sorgen: Als Manresas bulliger 112-Kilo-Center zum Dunking hochstieg, entschärfte Malcolm die Szene mit kapitalem Block – das war die Kirsche auf der Sahnetorte.

„Im dritten Viertel haben wir sieben Offensiv-Rebounds zugelassen, was Manresa im Spiel und in Schlagdistanz gehalten hat. Im vierten Viertel konnten wir das abstellen und haben sie bei 13 Punkten gehalten“, benannte Headcoach Iisalo die Steigerung in der Defense als wichtigen Faktor.

Baskets (Punkte/3er): Shorts (13), Kessens (4), Herrera (12/4), Tadda (12/3), Malcolm (3), Hawkins (17/2), Kratzer (6), Williams (7), Delany (11); Rebounds: 39 (Kessens 8); Assists: 23 (Shorts 10); Trefferquote Feld: 39 % (26/66); Dreierquote: 41 % (9/22); Freiwurfquote: 86 % (24/28).  

Manresa (Punkte/3er): Badio, Robinson (15/1), Harding (21/2), Jou (5/1), Garcia, Steinbergs (11), Ferrari, Olumuyiwa, Vaulet (7), Geben (10), Sagnia (6), Perez; Rebounds: 36 (Robinson 6); Assists: 15 (Perez 5); Trefferquote Feld: 48 % (30/62); Dreierquote: 23 % (4/17); Freiwurfquote: 73 % (11/15).

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