Nationalspieler kommtBaskets angeln sich Joshiko Saibou von Vizemeister Alba Berlin

Joshiko Saibou (links) kommt von Alba Berlin, wo der Aufbauspieler zuletzt zweimal deutscher Vizemeister wurde.
Copyright: Foto: dpa
Bonn – Dieser Spielerwechsel wird in der Basketball-Bundesliga für reichlich Aufsehen sorgen und er markiert den Abschluss der ersten Etappe beim Neuaufbau der Bonner Mannschaft: Die Telekom Baskets verpflichteten mit Joshiko Saibou einen Stammspieler von Vizemeister Alba Berlin für zwei Jahre – und sie haben mit dem achtfachen deutschen Nationalspieler gleichzeitig die Riege der deutschen Korbjäger in ihrem zehnköpfigen Profikader komplett.
Kader mit fünf Ausländern und fünf Deutschen
Dabei haben sie insofern eine Neuorientierung vollzogen, dass sie mit fünf statt (wie in den vergangenen Jahren) mit vier Akteuren mit deutschem Pass ins Rennen gehen. „Joshiko hat bewiesen, dass er auf seiner Position zu den besten Spielern Deutschlands gehört. Er ist jemand, der auch in entscheidenden Situationen Verantwortung
übernehmen kann und wird. Mit ihm als fünftem Deutschen sehen wir uns im Hinblick auf die Ausländerregelung auch für den internationalen Wettbewerb bestens aufgestellt“, kommentierte ein zufriedener Sportmanager Michael Wichterich die Personalentscheidung – die zur Folge hat, dass Jarelle Reischel die Bonner nach einer Saison wieder verlassen muss.
Saibou als gebürtiger Kölner ist 29 Jahre alt, 1,87 m groß und spielt auf der Point Guard-Position (Spielmacher). In seiner Karriere, die in Berlin beim TuS Lichterfelde als Jugendspieler begann, blickt er auf inzwischen schon 244 Bundesligaspiele zurück. Seinen ersten Profivertrag unterschrieb er 2009 bei Alba Berlin, wechselte dann aber mit seinem Coach Henrik Rödl nach Trier (2011-2013), ehe er nach Stationen in Gießen (13/14), Crailsheim (14/15), Würzburg (15/16) und erneut Gießen (16/17) vor zwei Jahren wieder bei Alba Berlin landete und unter Coach Aito Garcia Reneses zweimal Vizemeister wurde.
Mit Berlins Co-Trainer Thomas Päch, der seit 1. Juli der neue Chefcoach bei den Baskets ist, wechselt er jetzt von der Spree an den Rhein. Schon zu seiner Zeit in Trier erlebte Päch als Co-Trainer die Entwicklung von Saibou hautnah mit, dann ab 2017 wieder bei Alba: „Joshiko und mich verbindet eine lange gemeinsame Vergangenheit. Ich weiß daher zu 100 Prozent, was für einen Menschen und Spieler wir bekommen. Er bringt ein hohes Niveau mit und wird uns von Beginn an sehr weiterhelfen, da er bereits viele Dinge kennt, die wir in Bonn umsetzen wollen. Joshiko ist ein sehr harter Arbeiter“, lobte Päch den Neuzugang besonders als Kämpfertyp.
Acht Einsätze im
deutschen Nationalteam
In dem starken und großen Alba-Kader kam Saibou in der vergangenen Saison im Schnitt 14:59 Minuten zum Einsatz und erzielte dabei 6,6 Punkte, 1,7 Rebounds und 1,2 Assists. Er stieß mit Berlin auch im Eurocup bis ins Finale vor. Im November 2017 wurde er von Bundestrainer Rödl erstmals in die Nationalmannschaft berufen und kam seitdem auf acht Länderspieleinsätze. Seinen bislang letzten Auftritt im Nationaltrikot hatte er im Februar 2019 in Bamberg in der WM-Qualifikation bei der 63:69-Niederlage gegen Griechenland. Dabei steuerte er sechs Punkte für die deutschen Korbjäger bei.
Bundesweite Aufmerksamkeit erregte Saibou auch schon im Januar 2018, als er für das Allstar-Spiel der Basketball-Bundesliga nominiert wurde und in Göttingen im Team National mit 20 Punkten prompt zum Topscorer wurde.

