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Testspiel gegen Rheinstars KölnTelekom Baskets siegen überlegen gegen Drittligisten

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Bonns Neuzugang Tyson Ward (am Ball) im Duell mit dem Ex-Bonner Thomas Michel (l.).

Bonn – Unter dem Strich war es ein lockerer Aufgalopp und ein standesgemäßer Auftritt der Telekom Baskets: Im ersten Testspiel der Saisonvorbereitung gewann der Bundesligist am Mittwoch gegen den Drittligisten Rheinstars Köln (Pro B) mit 126:63 (33:16, 38:15, 25:25, 30:7).

Bonner übernahmen schnell das Kommando

Trainer Tuomas Iisalo schickte Justin Gorham, Karsten Tadda, Jeremy Morgan, Leon Kratzer und Parker Jackson-Cartwright als Starting five aufs Feld – und die übernahm schnell das Kommando. Vor allem Kratzer war auf der Centerposition körperlich so überlegen, dass er fast unbedrängt punkten konnte. Schon nach dem ersten Viertel hatte er zwölf Punkte auf dem Konto, war am Ende auch mit 22 Punkten und 9 Rebounds der Dominator an den Brettern.

Aber auch den neuen Spielern war in jeder Sekunde anzumerken, dass sie sich dem Coach empfehlen wollten. In der Summe ergab dies eine Baskets-Mannschaft, die mit viel Biss, viel Energie und viel Tempo ständig Druck machte und den Vorsprung schnell ausbaute. Erst ein 11:0-Lauf zum 19:8, dann ein 21:0-Run zum 62:25 – zur Pause drückte sich der Zwei-Klassen-Abstand schon in einer 71:31-Führung der Bonner aus.

Iisalo beobachtete alles mit ruhiger Körpersprache, sparte nicht mit Applaus, laut wurde er aber, wenn einer seiner Jungs sich durch eine Nachlässigkeit den Ball klauen ließ oder den Kölnern durch mangelhafte Defense Dreier erlaubte. In den Auszeiten und Viertelpausen beriet er sich erst allein mit den Co-Trainern, ehe er in den letzten 30 oder 40 Sekunden die Erkenntnisse komprimiert an die Mannschaft weitergab.

Baskets ab Freitag im Trainingslager in Frankreich

Den Spielaufbau teilten sich Jackson-Cartwright (13 Assists), Skyler Bowlin (5) und Ward (9). Bowlin war gleichzeitig auch mit dem aus Vechta gekommenen Tim Harbargen bester Distanzschütze, beide versenkten drei Dreier. Hasbargen hatte weitere gute Szenen, etwa als er ein pfeilschnelles Solo übers gesamte Feld trotz Fouls erfolgreich abschloss. Bemerkenswert: Auch nach der 40-Punkte-Führung nach drei Vierteln (96:56) waren die Baskets noch hungrig und entschieden den Schlussabschnitt mit 30:7 für sich.

Am Freitag reist das Team nach Calais an der französischen Kanalküste, wo sie bis 26. August ins Trainingslager gehen.

Baskets (Punkte/3er): Ward (12/1), Gorham (17/2), Hounnou (2), Kessens (18), Mboja Kotieno (2), Tadda (8/2), Bowlin (9/3), Morgan (12/2), Kratzer (22), Hasbargen (14/3), Jackson-Cartwright (10/1); Rebounds: 53 (Ward 9, Kratzer 9); Assists: 37.