„War vielleicht dumm“Stützle liefert sich erste NHL-Prügelei – Seider fordert Crosby

Matchwinner gegen die Edmonton Oilers: Tim Stützle
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Ottawa – Tim Stützle hat die Ottawa Senators mit seinem achten Saisontor zu einem Heimsieg gegen die Edmonton Oilers um NHL-Star Leon Draisaitl geschossen. Der 20-Jährige traf am Montagabend (Ortszeit) in der Verlängerung mit einem überlegten Schuss zum 3:2 für die Gastgeber und bescherte Ottawa damit den 14. Saisonsieg. Für die Oilers war es nach zuletzt vier Siegen in Serie dagegen wieder ein Rückschlag im Kampf um die Playoff-Plätze in der National Hockey League.
Tim Stützle: „Es war vielleicht ein bisschen dumm, da in einen Kampf zu gehen“
„Die ganze Gruppe hat mit viel Selbstvertrauen gespielt. Wir haben wahrscheinlich gegen die zwei besten Spieler der Welt gespielt heute“, sagte Stützle und meinte damit Landsmann Draisaitl und den Kanadier Connor McDavid. „Ich bin froh, dass ich dem Team zum Sieg verhelfen konnte.“
Erstmals in seiner NHL-Karriere lieferte sich Stützle auch eine Schlägerei auf dem Eis. „Ich glaube, es war ziemlich gut für den ersten Kampf“, sagte er anschließend lachend, räumte aber auch ein: „Vielleicht war es ein bisschen dumm, in diesen Kampf zu gehen, besonders so spät im Spiel. Aber ich bin irgendwie aggressiv geworden und habe versucht, für mich einzustehen.“, berichtete er über die Situation mit Oilers-Profi William Lagesson, nach der er mit einem Cut über dem Auge behandelt werden musste und einige Zeit fehlte.
Er sei sauer gewesen, weil er bei der Chance zuvor nicht getroffen habe. „Wir haben uns gegenseitig geschubst und einer von uns hat dann die Handschuhe fallen lassen, ich weiß gar nicht mehr, wer zuerst. Da dachte ich dann: Okay, vielleicht müssen wir da jetzt durch“, sagte Stützle.
Moritz Seider legt sich mit Superstar Crosby an
Auch Moritz Seider hatte Grund zum Jubeln. Die Detroit Red Wings gewannen ebenfalls in der Verlängerung mit 2:1 bei den Anaheim Ducks.
In der Partie zuvor hatte sich der Eishockey-Jungstar ebenfalls eine handfeste Auseinandersetzung auf dem Eis geliefert. Beim bemerkenswerten Sieg gegen das starke Team der Pittsburgh Penguins geriet der Verteidiger mit niemand geringerem als Superstar Sidney Crosby aneinander.
Seider blieb ohne Torbeteiligung, erhielt mit 24:45 Minuten aber einmal mehr die meiste Eiszeit bei Detroit. Sein Team gewann mit 3:2 nach Penaltyschießen. (oke, dpa)
