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Geht Ernst nach Berlin?Füchse-Manager bestätigt Angebot für den Gummersbacher

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Demnächst Mannschaftskameraden? Der Gummersbacher Simon Ernst (r.) ist beim VfL offenbar auf dem Absprung. Vieles spricht dafür, dass er nach Berlin wechselt und dort dann kommende Saison mit dem Ex-VfLer Paul Drux (l.) zusammenspielt.

Gummersbach – Die Zeichen stehen auf Abschied: Mit dem offenbar beschlossenen Weggang von Mannschaftskapitän Simon Ernst zum Ende der aktuellen Saison steht den Gummersbacher Handballern ein weiterer kapitaler Verlust ins Haus.

Vieles spricht dafür, dass Ernst ab der Spielzeit 2017/18 das Trikot der Berliner Füchse tragen wird und dort mit seinen Nationalmannschaftskollegen Fabian Wiede sowie dem Absolventen der Gummersbacher Handballakademie, dem Marienheider Paul Drux, auf Torejagd geht. Füchse-Manager Bob Hanning bestätigte gegenüber dieser Zeitung, dass er Ernst ein Angebot gemacht habe, betonte allerdings, dass das letzte Wort noch nicht gesprochen worden sei.

Berlin nicht der einzige Interessent

Hanning rechnet spätestens am Mittwoch mit einer Antwort des Gummersbachers. „Natürlich würden wir uns freuen, wenn sich Simon für uns entscheidet“, so Hanning. Er wisse allerdings auch, dass die Berliner nicht der einzige Verein sei, der Ernst gerne verpflichten würde.

Zu diesem Kreis gehörte offenbar auch die MT Melsungen. Die Frage, ob der Gummersbacher nach Hessen wechseln wird, beantwortete MT-Geschäftsführer Axel Geerken mit: „Das ist leider nicht der Fall.“

Der Dritte im Bunde der Vereine, die sich mit dem Gummersbacher beschäftigen, soll die SG Flensburg-Handewitt sein. Sie verliert mit Thomas Mogensen und Kentin Mahe zwei ihrer wichtigen Spieler zum Saisonende. Allerdings gaben die Norddeutschen am Montag bekannt, dass sie zwei norwegische Nationalspieler, darunter einen jungen Mittelmann, verpflichten konnten. Auch deshalb spricht vieles für einen Wechsel von Ernst nach Berlin. VfL-Sportdirektor Christoph Schindler wollte am Dienstag einen Wechsel von Ernst mit dem Hinweis auf noch ausstehende Gespräche nicht bestätigen.

Viele Spekulationen in den vergangenen Monaten

Zugleich kündigte er aber für den Mittwoch eine Presseverlautbarung des Vereins zu der Personalie an. In den zurückliegenden Monaten war über einen Wechsel von Simon Ernst viel spekuliert worden. Spätestens als der Transfer von Julius Kühn zur MT Melsungen in trockenen Tüchern war, kam die Frage nach einer Zukunft von Ernst beim VfL auf. Dass der Nationalspieler, der 2014 vom TSV Dormagen ins Oberbergische wechselte, nun den nächsten Schritt in seiner bis dato steilen Karriere gehen möchte, überrascht deshalb nicht.