Trotz eines Minus von 35 Millionen Euro im Etat 2027 investiert Gummersbach 17 Millionen in die Stadtentwicklung, vor allem in den Wohnungsbau.
Gummersbach bautTrotz 35-Millionen-Loch wird investiert

Das neue Quartier in Strombach.
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Mit einem Minus von 35 Millionen Euro im Etat 2027 müssen sich Politik und Verwaltung in Gummersbach befassen. Für Bürgermeister Raoul Halding-Hoppenheit ist das aber kein Punkt, an dem er den Kopf in den Sand stecken würde. Im Gegenteil. Er will den Blick nach vorne richten und das auch den Bürgern vermitteln.
Und so hat er am Mittwoch im Rat mit dem Ersten und Technischen Beigeordneten Jürgen Hefner erläutert, was sich im kommenden Jahr im Gummersbach städtebaulich tun wird und wo überall investiert wird. 17 Millionen Euro sind für Bauauszahlungen eingeplant, in diesem Jahr waren es 15,2. Es geht also weiter, wie die beiden sagten.
450 neue Wohnungen in der Projektierung
Los geht es mit dem Wohnungsbau. An die 450 neue Wohnungen seien aktuell in der Projektierung, erläuterte Hefner. Eines der größeren Projekte ist in Strombach. Auf dem Areal, wo einst die Hauptschule stand, entsteht ein neues Quartier. Für acht Einfamilienhäuser gibt es bereits Reservierungen, sie sollen nach dem Winter gebaut werden. Auch für eine Wohnanlage mit bis zu 22 Wohnungen gibt es inzwischen einen Investor. In der Innenstadt steht laut Hefner der Umbau der alten Tapetenfabrik für über 90 Wohnungen an, der Umbau der alten Polizei in ein Studentenwohnheim an der Hindenburgstraße sowie der Neubau des Franziskus-Karrees auf dem Areal des alten Amtsgerichts. „Investoren glauben an den Standort Gummersbach“ sagten die Verwaltungsspitzen.
Feuerwehr: Neues Gerätehaus für Derschlag und Rebbelroth
Großen Wert legt die Stadt weiterhin auf die Ausstattung der Feuerwehr. Nach der Einweihung des neuen Gerätehauses Homert geht es nun weiter in Derschlag. Hier sollen die Einheiten Rebbelroth und Derschlag fusionieren und dann an einen neuen Standort in ein neues Gerätehaus gehen. Ein Grundstück dafür wird noch gesucht. Sieben Millionen Euro hat die Stadt dafür in den Haushalt eingestellt.
Neue Kita und neues Gerätehaus auf dem Bernberg
Ein neues Gerätehaus und eine neue Kita wird es auf dem Bernberg geben. Die alte Kita in Modulbauweise kann nicht mehr saniert werden. Am Nordring entstehen die beiden Neubauten. Für die neue Kita mit fünf Gruppen und einem Familienzentrum sind sieben Millionen Euro eingeplant. Die Stadt will den Neubau schlüsselfertig bauen lassen.
Neubau mit der GWG
Gleich nebenan, aber mit einer eigenen Zufahrt, soll der Feuerwehrneubau entstehen. Hier will die Stadt auf die bewährte Expertise der Gummersbacher Wohnungsbaugesellschaft setzen. Die städtische Tochter zeichnete zuletzt für den Neubau auf der Homert und den im Gelpetal verantwortlich. Geplant ist, dass die Stadt die Immobilie 30 Jahre lang mietet und dann erwirbt.
Kinderfeuerwehr zieht ein
Freuen auf die neuen Räume auf dem Bernberg können sich sich die Mitglieder der Kinderfeuerweht. Diese wird nach der Fertigstellung auf den Bernberg ziehen.
Anbau für die Grundschule in Derschlag
Im Bereich der Schulen wird es für die GGS in Derschlag einen großen Schritt geben. Hier entsteht für 4,2 Millionen Euro ein Anbau. Hintergrund ist der Offene Ganztag und die Pflicht der Stadt, Raum zu schaffen. Zudem wächst die Schule, so dass auch vor diesem Hintergrund Platz benötigt wird. Der Ausbau der Grundschulen ist abgeschlossen. (ar)
