Jetzt ist es offiziellCarsten Lichtlein verlässt den VfL Gummersbach

Carsten Lichtlein (Archivbild)
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Gummersbach – Die Nachricht, dass der VfL Gummersbach die Option zur Vertragsverlängerung mit Torhüter Carsten Lichtlein hatte Verstreichen lassen, schlug Mitte August im Oberbergischen ein wie eine Bombe. Der gebürtige Würzburger erfreut sich unter den VfL-Fans nämlich nach wie vor großer Beliebtheit. Nun ist klar, dass es definitiv nicht zu einer weiteren Zusammenarbeit über den Sommer hinaus kommen wird.Wie mittlerweile auch der Verein per Pressemeldung bestätigte, wird der 37 Jahre alte Lichtlein sich zur kommenden Spielzeit dem HC Erlangen anschließen. Die Franken sichern sich damit nach Andreas Schröder im vergangenen Jahr und Florian von Gruchalla zur aktuellen Runde bereits zum dritten Mal die Dienste eines Gummersbachers.
„Carsten Lichtlein war für die Zeit nach dem Bau der Schwalbe-Arena das Gesicht des VfL Gummersbach“, äußerte sich Geschäftsführer Christoph Schindler zur viel diskutierten Personalie und betonte, dass der Verein dem Torwart viel zu verdanken habe.“ Nachdem der VfL die Option zur Verlängerung des Vertrages auch aufgrund des hohen Gehalts hatte verstreichen lassen, hätte der Torhüter selbst bis Ende September die Möglichkeit gehabt, seinerseits den Kontrakt zu geringeren Bezügen zu verlängern. „Wir haben uns in den letzten Wochen mit ihm und seinem Berater besprochen und schlussendlich kam Carsten zu der Entscheidung nach Erlangen zu wechseln und seine Option nicht zu ziehen“, erklärte Schindler. Er befindet sich nun auf der intensiven Suche nach einem Nachfolger, wobei der nationale Markt derzeit nur wenige Optionen bietet.
Schnell zur Leitfigur aufgestiegen
Zur Saison 2013/14 war Lichtlein, der im November seinen 38. Geburtstag feiert, ins Oberbergische gewechselt und wurde hier schnell eine Leitfigur für die Jungen Wilden um Julius Kühn und Simon Ernst. Mit seinem Abgang verlässt nun auch der letzte Europameister von 2016 den Verein. Neben den finanziellen Aspekten spielte auch die Distanz zu seinem Heimatort Würzburg bei der Entscheidung eine wichtige Rolle. Lichtlein selbst war für eine aktuelle Stellungnahme nicht zu erreichen. Der Vertrag mit Matthias Puhle, dem zweiten Mann zwischen den Pfosten des VfL, läuft ebenfalls zum Ende der Saison aus. Eine Verlängerung gilt allerdings als wahrscheinlich. Puhle untermauerte mit starken Leistungen in den letzten Partie seine Ambitionen, in Zukunft als Nummer eins in die Spiele zu gehen.
