Zweite LigaVfL Gummersbach fährt in Dresden mit 26:21 den siebten Sieg in Folge ein

Mit insgesamt 14 Paraden war VfL-Torhüter Matthias Puhle der Mann des Spiels gegen den HC Elbflorenz.
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Gummersbach/Dresden – Am Ende eines durchwachsenen Spiels ging die Mannschaft von Trainer Gudjon Valur Sigurdsson als verdienter Sieger vom Platz. Beim HC Elbflorenz in Dresden gewann der VfL Gummersbach mit 26:21 (13:11) und festigte seinen Platz an der Tabellenspitze der Zweiten Handball-Liga. Für den VfL war es bereits der siebte Sieg in Folge. Einen großen Anteil am Erfolg hatte Torhüter Matthias Puhle, der mit insgesamt 14 Paraden die Führung seiner Mannschaft verteidigte.
„Ich bin stolz auf meine Jungs, die haben das überragend gemacht, obwohl es schwierige Bedingungen waren“, sagte Sigurdsson nach dem Spiel.In einer starken Anfangsphase hatten sich die Gummersbacher in der Ballsport Arena in Dresden schnell abgesetzt. Bereits nach knapp vier Minuten lagen die Blau-Weißen mit 4:0 in Führung, sodass Dresdens Trainer Rico Göde bereits die erste Auszeit nahm. Die Hausherren kamen nur langsam in Bewegung und scheiterten in der Anfangsphase häufig an der Deckung der Gummersbacher. Nach sechseinhalb Minuten ohne Tor war es schließlich Mark Vanco, der für das 1:4 sorgte – in Überzahl nach einer Zwei-Minuten-Strafe gegen VfL-Spieler Tin Kontrec. Die Dresdener kamen besser ins Spiel, konnten jedoch nicht mit den Gummersbachern mithalten, die angeführt von Timm Schneider stark im Angriff agierten.
Zweite halbzeit lief nur schleppend an
Nach gut 20 Minuten gerieten die Gummersbacher jedoch ins Straucheln und der HCE verkürzte auf 9:10. Julius Dierberg gelang in der 27. Minute schließlich der Ausgleich zum 11:11. Nur eine Minute später der Schock für den VfL: Nachdem er Nils Kretschmer in der Luft gefoult hatte, sah Schneider die Rote Karte. Die Gummersbacher gingen mit 13:11 in die Pause.
Statistik VfL Gummersbach
HC Elbflorenz: Huhnstock (1. bis 54./10 Paraden), Mohs (54. – 60./0 P); Wucherpfennig (1), Emanuel (1), Dierberg (1), Gugisch, Buschmann, Dumcus (3), Oehler, Kretschmer (5), Jungemann, Vanco (2) , Quade, Kasai, Thümmler (8). VfL Gummersbach: Puhle (1. – 60./14 Paraden darunter ein Siebenmeter), Valerio (n.e.); Schröter (1), Fanger, Vidarsson (2), Blohme (1), Kontrec (1), Häseler (n.e.), Hermann (5), Schneider (3), Meinhardt (n.e.), Santos (6/5), Kiesler, Haller, Stüber, Bozovic (7).Zuschauer: keine.Schiedsrichter: Fabian Friedel/Rick Herrmann.Strafminuten: 4:10 (Vanoc, Thümmler – Fanger, Vidarsson, Kontrec, Hermann, Schneider/Rot (28.).Siebenmeter: 0:1 – 5:5 (Dierberg scheitert an Puhle – Santos verwandelt sicher).Beste Spieler: Huhnstock, Thümmler – Puhle, Bozovic, Santos.
In der zweiten Halbzeit fanden beide Mannschaften nur schwer ins Spiel zurück. Nach dem 15:11 (37.) durch Alexander Herrmann dauerte es knapp zehn Minuten, bis die Gummersbacher dank Raul Santos erneut trafen. Das Fehlen von Timm Schneider machte sich in dieser Phase deutlich bemerkbar. Auf der Rückraummitte versuchten sich ersatzweise Robin Haller sowie Lukas Blohme und Julius Fanger. „Robin, Julius und Lukas haben einen wichtigen Beitrag zum Sieg geleistet“, betonte der VfL-Trainer anschließend. „Die Abwehr war in der Halbzeit sehr stark und hat Matthias Puhle zusätzlich geholfen.“
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Matthias Puhle brillierte mit zahlreichen Paraden und hielt gerade nach der Pause, als die VfL-Werfer gleich reihenweise am Dresdner Schlussmann Mario Huhnstock scheiterten, sein Team im Spiel. Das blieb auch so, als der VfL wieder traf und die Kommentatoren auf Sportdeutschland TV im Livestream von der Aura des Matthias Puhle sprachen, die nun reiche, um die HC-Werfer zur Verzweiflung zu bringen.
Die endgültige Wende brachte eine Zwei-Minuten-Strafe gegen Elbflorenz (45.), die der VfL zu einem 3:0-Lauf nutzte und wieder Fahrt aufnahm. Beim 20:13 (51.) durch ein Kempa-Tor von Janko Bosovic nach Anspiel von Raul Santos war die Partie entschieden.Am Samstag geht es weiter, wenn der VfL in der Schwalbe Arena um 18 Uhr die SG BBM Bietigheim erwartet.



