Rudi Völler bleibt DFB-Sportdirektor. In seiner Begründung spricht er auch über Jürgen Klopp als Nagelsmann-Nachfolger.
Zukunft beim DFB geklärtVöller bleibt Sportdirektor und äußert sich zu Klopp

Grund zur Freude: Rudi Völler bleibt Sportdirektor des DFB.
Copyright: Nick Potts/PA Wire/dpa
Jürgen Klopp (59) ist als Nachfolger für Julian Nagelsmann (38) im Gespräch. Zusätzlich wird Andreas Rettig (63), Geschäftsführer beim DFB, seinen zum Jahresende auslaufenden Kontrakt nicht verlängern.
Doch wie geht es mit Sportdirektor Rudi Völler (66) weiter? Diese Ungewissheit beschäftigte neben der Personalie Klopp zahlreiche Anhänger und Fachleute in der letzten Zeit.
Völler begründet Entscheidung und spricht über Klopp
Nun äußerte sich der ehemalige Funktionär aus Leverkusen zu seiner weiteren Laufbahn. In einer Mitteilung des DFB wurde verkündet: Rudi Völler setzt seine Arbeit fort.
Völler erläuterte seine Beweggründe mit den Worten: „Auch ich habe natürlich darüber nachgedacht, wie es für mich weitergeht. Nach vielen Gesprächen, auch hier im Verband, angefangen mit Bernd Neuendorf, Aki Watzke, viele aus der Liga, die gesagt haben: ‚Du musst auf jeden Fall weitermachen.‘ Nicht, dass ich unbedingt immer schwach werden muss, das war ja in der Vergangenheit so, aber ich kann auch schlecht Nein sagen und mache es ja auch gerne“.
Anschließend kam der 66-Jährige auf das aktuell dominierende Sujet zu sprechen. Nachdem Hans-Joachim Watzke (67), der Vizepräsident des DFB, schon am Montag (6. Juli) neue Einzelheiten enthüllt hatte, gab nun auch Völler erstmalig eine Stellungnahme ab: „Was wichtig war, auch das ist ja klar, dass es natürlich auch ein Gespräch gab, schon zwischen Jürgen Klopp und mir. Und da hat sich schnell herauskristallisiert, dass das am Ende dann auch funktionieren kann und wird.“
Weitere Auskünfte wollte Völler zu diesem Zeitpunkt jedoch nicht geben: „Aber darauf möchte ich jetzt gar nicht so sehr extrem eingehen oder explizit, weil das ist alles noch nicht klar.“
Dennoch gab er weitere Einblicke und berichtete von einem Anruf. Besonders erfreulich sei gewesen: „Auch Oliver Mintzlaff (Red-Bull-Boss, Anm. d. Red.), im Moment noch der Chef von Jürgen, hat mich gestern noch angerufen, er würde auch total befürworten, dass ich bleibe, mit ihm (Klopp, Anm. d. Red.) zusammenarbeite, das würde er total positiv sehen.“
Die Formulierung „Oliver Mintzlaff, im Moment noch der Chef von Jürgen“ ist dabei besonders aufschlussreich. Sie impliziert, dass eine Einigung mit Klopp als sehr wahrscheinlich gilt.
Zu Beginn der WM 2026 hatte Klopp selbst als Experte für MagentaTV für Wirbel gesorgt. Er erklärte, Nagelsmann stelle das Team auf, und ergänzte nach kurzer Stille das Wort „noch“. Diese Äußerung zog viel Kritik nach sich.
Völler offenbarte außerdem, dass die Lage für Mintzlaff ebenfalls komplex sei: „Das hat er mir auch noch mal gesagt. Er ist letztendlich für seinen Laden zuständig. Aber man sieht ja schon aus diesen Aussagen, dass sich jeder bemüht im Moment, dass es klappen wird. Und dann versuchen wir positiv in die Zukunft zu schauen.“ (red)