Die Fußball-WM sorgt für späte Anstoßzeiten. Für das Public Viewing in Köln gelten daher besondere Regeln.
Aus für späte WM-SpieleDas sind die strengen Public-Viewing-Regeln für Köln

Werden wieder viele Menschen die Spiele in großen Gruppen schauen? (Archivbild)
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Das Fußball-Turnier in Nordamerika (USA, Kanada, Mexiko) startet am 11. Juni und erweckt bei vielen Anhängern in Deutschland die Hoffnung auf ein neues Sommermärchen. Die Partien finden jedoch auf dem amerikanischen Kontinent statt, was zu Anstoßzeiten führt, die in Deutschland in die Nacht fallen. Gemeinschaftliche Übertragungen im Freien werden dadurch vor besondere Hürden gestellt.
In Deutschland existieren Lärmschutzbestimmungen für die Nachtstunden von 22 Uhr bis 6 Uhr. Eine temporäre Aufweichung dieser Vorschriften wurde für die Weltmeisterschaft von Bundesregierung und Bundesrat beschlossen. Dies gibt Kommunen die Befugnis, öffentliche Fußballübertragungen auch während dieser Stunden zu genehmigen. „Unser Ziel ist ein fairer Ausgleich zwischen Fußballfest und Lärmschutz“, äußerte sich dazu Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD).
Regelungen für öffentliche Übertragungen in Köln und anderen Kommunen
Die Handhabung dieser Sonderregelung variiert je nach Kommune. Anhänger des Sports sind angehalten, sich auf den Webseiten ihrer jeweiligen Stadt oder Gemeinde über die geltenden Bestimmungen zu erkundigen. Für Köln wurde festgelegt, dass alle Partien mit Anstoßzeit zwischen 6 und 22 Uhr komplett in der Außengastronomie übertragen werden dürfen. Folglich sind zahlreiche Begegnungen, vor allem in der Finalrunde, von dieser Erlaubnis nicht abgedeckt.

In vielen Kneipen und Restaurants dürften die deutschen Spiele zu sehen sein. (Archivbild)
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In anderen Kommunen gelten abweichende Vorschriften. So ist es in der Hauptstadt Berlin gestattet, sämtliche Begegnungen der deutschen Mannschaft und das Endspiel ohne zeitliche Beschränkung im Freien zu zeigen. Für alle anderen Spiele existieren differenzierte Bestimmungen, die sich nach dem Wochentag und der Startzeit richten. Die bayerische Metropole München erlaubt die Ausstrahlung der WM-Begegnungen in Außenbereichen von Lokalen bis 1 Uhr und erneut ab 6 Uhr.
Spieltermine der DFB-Auswahl
Das DFB-Team trifft in Gruppe E auf die Gegner Curaçao (14. Juni), die Elfenbeinküste (20. Juni) und Ecuador (25. Juni). Die Begegnung mit dem Turnierneuling Curaçao startet um 19.00 Uhr deutscher Zeit. Die übrigen zwei Vorrundenspiele fangen jeweils um 22.00 Uhr an. Daher ist es wahrscheinlich, dass diese Begegnungen an vielen Standorten im Freien verfolgt werden können.

Anders als bei der Heim-EM 2024 verzichten viele Großstädte auf Fanmeilen während der Fußball-WM. (Archivbild)
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Falls die Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann den ersten Platz in ihrer Gruppe belegt, startet die erste Partie der K.-o.-Phase am 29. Juni um 22.30 Uhr deutscher Zeit. Ein potenzielles Achtelfinalspiel wäre für den 4. Juli um 23 Uhr angesetzt, was eine öffentliche Vorführung unter freiem Himmel in der Domstadt unmöglich machen würde.
Rückgang großer Fan-Veranstaltungen
Verglichen mit vergangenen Weltmeisterschaften ist die Anzahl an großen öffentlichen Übertragungen in diesem Jahr geringer. In Berlin wird es auf der Straße des 17. Juni keine Fanmeile geben, weil nach Auskunft der zuständigen Senatsverwaltung kein privater Veranstalter einen Antrag gestellt hat. Ebenso fällt die populäre Veranstaltung auf dem Hamburger Heiligengeistfeld aus finanziellen Erwägungen aus.

Die deutschen Spiele dürfen auch bei späteren Anstoßzeiten vielerorts gezeigt werden. (Archivbild)
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Offizielle Fan-Events sind auch für die Städte München, Nürnberg, Augsburg, Regensburg und Ingolstadt nicht geplant. Eine Ausnahme stellt die Arena auf Ewald in Herten (Nordrhein-Westfalen) dar. Dort haben bis zu 10.000 Zuschauer die Möglichkeit, unter anderem die Gruppenspiele der deutschen Elf zu sehen.
Hinweise für private Feiern und Gastronomiebesuche
Wer eine öffentliche Übertragung in einem Lokal besuchen möchte, sollte sich im Voraus über die Modalitäten erkundigen. Manche Gaststätten lassen Gäste nur nach vorheriger Platzreservierung ein. Darüber hinaus ist die Nutzung von lauten Gegenständen wie Vuvuzelas, Trommeln oder Trillerpfeifen in vielen Außenbereichen untersagt. Die Organisatoren sind angehalten, die Veranstaltung nach dem Ende von späten Partien zeitnah aufzulösen. Zusätzlich macht der Deutsche Hotellerie- und Gastronomieverband auf den finanziellen Mehraufwand für die Betreiber aufmerksam, der durch Technik, Mitarbeiter und Lizenzgebühren entsteht.
Die Lockerungen der Lärmschutzverordnung beziehen sich nur auf offiziell genehmigte, öffentliche Events. Bei einer privaten Feier zur Weltmeisterschaft auf dem eigenen Balkon oder im Garten gelten weiterhin die regulären Bestimmungen zur Nachtruhe. Personen, die nachts ein TV-Gerät im Freien aufstellen, sind daher dazu angehalten, ihre Anwohner zu informieren und auf einen moderaten Geräuschpegel zu achten. (dpa/red)
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