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Interview mit Knauber-Vertriebsleiter Moritz Kroymann„Wir gehen den Weg zum klimaneutralen Unternehmen gemeinsam“

Lesezeit 3 Minuten
Extremwetter ist in der Region keine Ausnahme mehr.

Extremwetter ist in der Region keine Ausnahme mehr.

Klimawandel und Klimaschutz stellen besonders kleine und mittlere Unternehmen vor immer größere Herausforderungen. Politische Anforderungen und der gesellschaftliche Druck steigen. Interne Ressourcen abseits des Kerngeschäfts sind jedoch knapp. Vertriebsleiter Moritz Kroymann ist Experte für Klimaschutz und CO2-Kompensation bei der Knauber Unternehmensgruppe. Als Mitinitiator von Knauber ProKlima weiß er, worauf es jetzt ankommt.

Der Klimawandel beschäftigt die Gesellschaft schon länger. Warum ist das Thema gerade jetzt so relevant für Unternehmen?

Kroymann: Weil sie immer stärker in die Pflicht genommen werden, nachhaltig zu agieren. Die Corporate Sustainability Reporting Directive der Europäischen Kommission – kurz CSRD – ist ein Beispiel dafür. Sie enthält klare Vorgaben, unter anderem zur Dokumentation von Klimaschutzaktivitäten und Emissionen. Zwar soll sie zunächst nur für große Konzerne gelten, KMU können aber indirekt betroffen sein. Und zwar dann, wenn berichtspflichtige Konzerne ihre Zulieferer auffordern, ihre Umweltschutz-Aktivitäten offenzulegen. Auch Verbraucher verlangen nachhaltige Produkte und fordern Umweltbewusstsein von Unternehmen ein. Wer darauf nicht reagiert, ist schnell abgehängt. Es ist daher ratsam, sich so früh wie möglich mit dem Thema auseinanderzusetzen.

Das klingt nach sehr viel Arbeit. Wie profitieren die Firmen denn ganz konkret?

Kroymann: Alle, die sich umweltbewusst aufstellen, ihre Prozesse optimieren und Ressourcen schonen, machen ihr Unternehmen fit für die Zukunft. Sie kommen ihrer gesellschaftlichen Verantwortung nach und stehen im Wettbewerb besser da. Das sehen wir deutlich. Ob bei Kunden, Geschäftspartnern, Mitarbeitern oder möglichen Bewerbern – die Wertsteigerung ist enorm. Darüber hinaus gelangt das Thema mehr und mehr in den Bankenmarkt. Manche Kreditinstitute bewerten schon heute Firmen mit grünem Fußabdruck positiver. Diese Entwicklung wird sich fortsetzen. Jetzt ist also die beste Zeit für einen unternehmerischen Wandel.

Wozu raten Sie Entscheidern, damit sich diese nicht im Wust der Vorschriften und Möglichkeiten verzetteln?

Kroymann: Suchen Sie sich einen Partner, der weiß, wovon er redet. Knauber ist selbst schon lange im Klimaschutz aktiv und berät Geschäftskunden auf Augenhöhe. Wir gehen den Weg zum klimaneutralen Unternehmen gemeinsam. Dieser funktioniert mit unserer Initiative Knauber ProKlima in drei Schritten: ProKlima erfasst zuerst die Moritz Kroymann, Vertriebsleiter FOTO: KNAUBER FOTO: KNAUBER Emissionsquellen und erstellt eine CO2-Bilanz nach internationalem Standard, dem GHGProtokoll. Anschließend geben wir Tipps, wie sich der ermittelte CO2-Fußabdruck reduzieren lässt. Wer noch mehr tun will, kann über ProKlima zertifizierte Klimaschutzprojekte unterstützen und damit seine noch nicht vermeidbaren Emissionen kompensieren. So gewinnt am Ende jeder – die Umwelt, der Mensch, das Unternehmen.


Statement: Dr. Ines Knauber-Daubenbüchel Geschäftsführende Gesellschafterin der Knauber Unternehmensgruppe

„Nachhaltigkeit ist für Knauber kein notwendiges Übel, sondern gelebte Wirklichkeit. Seit mehr als zehn Jahren reduzieren wir aktiv die eigenen Emissionen. Ob LEDs in den Gebäuden oder die Umstellung unserer Flotte auf E-Antriebe, die wir aktuell vorantreiben. Wir sehen das als Prozess und wollen immer besser werden. Zudem sind wir vollständig klimaneutral gestellt. Mit Knauber ProKlima ermöglichen wir das alles auch unseren Geschäftskunden. Darüber hinaus bieten wir als Energieversorger ein breites Portfolio an nachhaltigen Energieprodukten, das wir stetig weiterentwickeln. Der lange Weg zum regenerativen Unternehmen ist herausfordernd, aber wir wollen ihn zusammen mit unseren Kunden gehen. Individuell, im persönlichen Austausch, von Anfang an.“

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