Der längste Fluss Deutschlands führt zu wenig Wasser, viele Frachtschiffe müssen ihre Ladung reduzieren. Wenn es nicht bald regnet, fürchten Interessenvertreter eine „Zweiteilung des Rheins“.
Verband warntRhein könnte bald nicht mehr durchgängig befahrbar sein

Am Rhein in Duisburg fahren Schiffe in der Fahrrinne, am Ufer sind breite Sandbänke sichtbar, die bei normalem Wasserstand unter Wasser sind.
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Wegen des anhaltenden Niedrigwassers schlagen die Binnenschifffahrer Alarm. An dem für Schifffahrt und Wirtschaft wichtigen Pegel Kaub werde im Laufe der Woche erstmals ein nur noch einstelliger Wert erwartet, sagte der Geschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Binnenschifffahrt (BDB), Jens Schwanen, der „Rheinischen Post“.
Die gewerbliche Schifffahrt werde bei derart niedrigen Wasserständen in der Region keinen Gütertransport mehr durchführen können. Gleiches gelte für die Tagesausflugs- und Kreuzfahrtschifffahrt, warnte er.
„Im Prinzip ist der Rhein damit zweigeteilt“
„Im Prinzip ist der Rhein damit nicht mehr durchgängig befahrbar und damit zweigeteilt“, sagte Schwanen. Zwischen den ARA-Häfen Amsterdam, Rotterdam und Antwerpen sowie Nordrhein-Westfalen bis etwa Köln könne der Schiffsverkehr über den Rhein und das westdeutsche Kanalgebiet weiterhin stattfinden. Weiter südlich gebe es Schiffsverkehr an den Nebenflüssen Neckar, Mosel und Main sowie auf dem Main-Donau-Kanal.
In Köln lag der Pegel am Montagmorgen (10. August) nach Angaben des Elektronischen Wasserstraßen-Informationsservice (Elwis) bei gerade einmal 62 Zentimetern. Tendenz fallend. Bis Donnerstag könnte er auf nur noch 48 Zentimeter fallen.
Das Niedrigwasser belastet die deutsche Wirtschaft bereits seit Wochen. Schiffe können bei geringen Pegelständen weniger Ladung aufnehmen, wodurch Transportkosten steigen und Lieferketten unter Druck geraten. (dpa/red)
