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Neue Route nach EuropaFast 550 Migranten vor Kreta aus Seenot gerettet

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Boot der griechischen Küstenwache

Griechische Küstenwache: Hunderte Migranten binnen 48 Stunden aufgegriffen oder gerettet. (Archivbild)

Die griechische Küstenwache hat fast 550 Migranten südlich von Kreta gerettet. Die Route von Libyen wird immer häufiger genutzt.

Die griechische Küstenwache hat im Verlauf von 48 Stunden bei unterschiedlichen Aktionen südlich von Kreta und der benachbarten Insel Gavdos beinahe 550 Migranten in Sicherheit gebracht. Wie aus Behördenkreisen verlautet, sollen sich aktuell zahlreiche Schiffe von Libyen mit Ziel Kreta auf See befinden.

Die umfangreichste Operation ereignete sich am Dienstag in der Meeresregion südlich von Kreta. Dabei wurden 192 Personen, von denen 42 noch nicht volljährig waren, von einem Fischerkutter geborgen und an die Küste gebracht. Die Geretteten gaben an, ihre Reise an der Küste Libyens begonnen zu haben. Für die Passage sei pro Person eine Summe von circa 3.000 US-Dollar an Menschenschmuggler entrichtet worden.

Libyen-Kreta: Eine zunehmend genutzte Schleuserroute

Die ungefähr 300 Kilometer lange Seestrecke von Libyen nach Kreta wird von Schlepperorganisationen zunehmend häufiger befahren. Erst kürzlich hatte der griechische Minister für Migration, Thanos Plevris, erläutert, dass in Libyen momentan über 500.000 Menschen auf eine Chance zur Überfahrt nach Europa hoffen.

Griechisches Parlament billigt EU-Migrationsregeln

In der Zwischenzeit hat das Parlament in Athen am Dienstagabend die neuen Asyl- und Migrationsbestimmungen der EU gebilligt, so eine Mitteilung des Parlamentspräsidiums. Die Gesetzesänderung tritt am 12. Juni in Kraft und ermöglicht unter anderem die Einrichtung geschlossener Aufnahmeeinrichtungen in Ländern außerhalb der Union.

Plevris erklärte gegenüber der halbstaatlichen Nachrichtenagentur ANA-MPA, dass man hierzu Verhandlungen mit zwei Staaten in Afrika führe. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.