Abo

228 ToteAir France und Airbus im Rio-Paris-Prozess freigesprochen

1 min
Die Überreste von Flug AF447 2009 im Hafen von Recife

Die Überreste von Flug AF447 2009 im Hafen von Recife

Fast 14 Jahre nach dem schlimmsten Flugzeugunglück Frankreichs ist ein Urteil gefallen.

Knapp 14 Jahre nach einem Flugzeugabsturz zwischen Rio und Paris mit 228 Toten hat ein französisches Gericht Air France und Airbus freigesprochen. Beide Unternehmen hatten sich wegen fahrlässiger Tötung vor Gericht verantworten müssen. Das Gericht habe aber „keinen sicheren Kausalzusammenhang“ zwischen möglichen Fehlern und dem Absturz feststellen können, sagte die Richterin am Montag.

Bei dem Todesflug waren die sogenannten Pitot-Sonden vereist, was das Abschalten des Autopiloten zur Folge hatte und Alarm auslöste. Die mit der Situation überforderten Piloten steuerten das Flugzeug daraufhin steil nach oben. Weniger als fünf Minuten später stürzte die Maschine vom Typ A330-203 in der Nacht zum 1. Juni 2009 zwischen Paris und Rio in den Atlantik. Dabei waren alle 216 Passagiere und die zwölfköpfige Crew ums Leben gekommen. Das Wrack wurde erst zwei Jahre später in etwa 4000 Metern Tiefe gefunden. Ein erstes Verfahren war 2019 eingestellt worden.

Flug AF447: Pitot-Soden waren vereist

Die umstrittenen Sonden hatten schon zuvor zu Problemen geführt. Dies hatte den Verdacht verdichtet, dass die Unternehmen die Gefahr unterschätzt hatten. Die Sonden waren anschließend bei allen Modellen ausgetauscht worden. Das Flugpersonal von Air France wird seit dem Unglück auch besser für Notsituationen geschult. (afp)