Eine Frau soll über Monate hinweg mehrfach grausam misshandelt und vergewaltigt worden sein – in einem Reihenhaus in Soest in NRW.
Anklage gegen vier MännerFrau in Soest offenbar wie Sklavin gehalten und missbraucht

In dem Haus soll es immer wieder zu brutalen Misshandlungen gekommen sein.
Copyright: Federico Gambarini/dpa
Eine Frau soll in einem Wohnhaus in Soest in Westfalen mehrfach über Monate hinweg gequält, erniedrigt, misshandelt und vergewaltigt worden sein. Gegen vier männliche Personen sei Anklage wegen „diverser Delikte zulasten einer Frau“ erhoben worden, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Arnsberg auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.
Zu Details – darunter den angeklagten Personen und den Tatvorwürfen – äußerte sich die Anklagebehörde nicht und verwies auf das zuständige Landgericht, wo ein Strafprozess anstehe.
Fall aus Soest: Anwohner alarmierte die Polizei
Der „Soester Anzeiger“ und der WDR hatten zuvor über den grausamen Fall einer Frau berichtet, der sich 2025 über Monate hingezogen habe. Ein Anwohner habe die Frau im November spätabends halb nackt und gefesselt auf der Terrasse des Nachbar-Reihenhauses gesehen und die Polizei alarmiert.
Sie sei zu dem Zeitpunkt nicht mehr bei Bewusstsein gewesen und monatelang im Krankenhaus behandelt worden. Gegen vier Personen beginne im Oktober der Prozess am Landgericht Arnsberg. Das Gericht war zunächst nicht zu erreichen.
Anklage auch gegen Jugendliche aus Soest erhoben
Nach Angaben aus Justizkreisen ist Anklage erhoben worden wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung, gemeinschaftlicher Körperverletzung, Vergewaltigung, Nötigung und Freiheitsberaubung. Der Hauptverdächtige ist demnach ein 29-Jähriger.
Unter den Angeklagten seien auch zwei Jugendliche im Alter von 16 und 17 Jahren, hieß es weiter aus Justizkreisen. Die zwei angeklagten erwachsenen Männer sitzen nach dpa-Informationen in Untersuchungshaft. (dpa/red)