Mit verstärkten Kontrollen will die Polizei Raser stoppen und schwere Unfälle verhindern. Nicht nur in NRW wird geblitzt.
Blitzermarathon in DeutschlandPolizei nimmt Raser verstärkt ins Visier – nicht nur in NRW

Eine Polizistin wartet mit einer Kelle während einer Geschwindigkeitskontrolle. (Symbolbild)
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Die Polizei nimmt in dieser Woche an vielen Stellen Raser ins Visier. Heute starten verstärkte Geschwindigkeitskontrollen in Nordrhein-Westfalen, wie das Innenministerium mitgeteilt hat. Ziel der Aktion ist, die Zahl der schweren Verkehrsunfälle zu reduzieren. Insbesondere an Unfallschwerpunkten müssten Autofahrer mit Tempokontrollen rechnen.
„Nach wie vor ist in Nordrhein-Westfalen überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit eine der Hauptunfallursachen“, sagte ein Sprecher des Ministeriums. Wann und wo genau kontrolliert werde, entschieden die einzelnen Kreispolizeibehörden. Das könne beispielsweise auch vor Seniorenheimen sein.
Blitzermarathon gibt es auch im Ausland
Bei Verstößen drohten Verwarngelder oder Bußgelder. Grundsätzlich suchten die Beamten bei Kontrollen das Gespräch mit den Verkehrsteilnehmern, um auf die Gefahren durch Geschwindigkeitsüberschreitungen hinzuweisen. Die Aktion findet gleichzeitig auch in vielen anderen Bundesländern und im Ausland statt.
Die Geschwindigkeitskontrollen fallen somit in die Ferienzeit und können auch Reisende außerhalb von NRW etwa auf dem Weg in den Urlaub betreffen. Nach Angaben des NRW-Innenministeriums können die europaweiten Kontrollen auch weitere Themen betreffen, wie Fahren unter Alkohol- oder Drogeneinfluss.
Der ADAC Nordrhein befürwortet dauerhaft mehr gezielte Kontrollen, gerade an Unfallschwerpunkten. Auch der Automobilclub von Deutschland (AvD) fordert, an Unfallschwerpunkten kontinuierlich zu kontrollieren. Er kritisiert aber den Zeitpunkt der Aktionswoche in der Hauptreisezeit. Kontrollen sollten nicht den Eindruck erwecken, „in erster Linie der Einnahmeerzielung zu dienen“. (dpa/red)
