Vor der dänischen Insel Anholt wurde ein toter Wal entdeckt. Dabei handelt es sich offenbar um „Timmy“.
Walkadaver gefundenBuckelwal „Timmy“ wohl verendet – so geht es jetzt weiter
Nachdem am Donnerstag (14. Mai) vor der dänischen Insel Anholt ein Kadaver eines Buckelwals entdeckt wurde, verdichten sich die Anzeichen, dass es sich dabei um „Timmy“ handeln könnte. Laut einer dänischen Behörde handelt es sich bei dem Walkadaver „höchstwahrscheinlich“ um den Buckelwal, der wochenlang ganz Deutschland in Atem gehalten hat.
„Sowohl die deutschen als auch die dänischen Forscher, mit denen ich gesprochen habe, glauben, dass es sich höchstwahrscheinlich um den Buckelwal Timmy handelt“, sagte Morten Abildstrøm von der Naturschutzbehörde gegenüber dem dänischen Sender DRTV.
Dänische Behörde: Kadaver „höchstwahrscheinlich Buckelwal Timmy“
Ein örtlicher Naturaufseher schätzte bereits am Donnerstag die Länge des Tieres auf etwa 10 bis 15 Meter, wie er dem Sender TV 2 Østjylland mitteilte. Derzeit gebe es keine Pläne, den Wal zu bergen. Dies könne sich jedoch ändern, falls der Kadaver näher an die Küste treibe.

Buckelwal „Timmy“ wurde in einem gefluteten Lastschiff aufs offene Meer transportiert.
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Der Wal hatte zuvor über Wochen hinweg für Aufmerksamkeit gesorgt, als er vor der deutschen Küste trieb. Zuletzt hatte eine private Initiative das Tier eigenen Angaben zufolge über mehrere Tage hinweg in die Nordsee transportiert und dort ausgesetzt. Der aktuelle Fundort liegt rund 200 Kilometer davon entfernt.
Rettung von Buckelwal „Timmy“ schlug deutschlandweit hohe Wellen
Anschließend gab es Streit im Rettungsteam, auch weil der GPS-Peilsender nicht richtig funktionierte. Auch rund zwei Wochen nach dem Aussetzen liegen demnach keine verlässlichen Informationen zum Aufenthaltsort vor. Unabhängige Bestätigungen dafür, dass der Sender tatsächlich installiert wurde, gibt es nicht.
Die Geldgeber der rund 1,5 Millionen Euro teuren Mission, die Unternehmerin Karin Walter-Mommert und Media-Markt-Mitgründer Walter Gunz, weisen die Vorwürfe zurück – mit einer bizarren Begründung. Fachleute von Tierschutzorganisationen hatten die langfristigen Überlebenschancen des Tieres zuvor übereinstimmend als gering eingeschätzt.
Der männliche Buckelwal war Anfang März erstmals in der Ostsee am Timmendorfer Strand gesichtet worden. In den Wochen bis zum Transport hielt er sich überwiegend in flachen Küstenbereichen auf. Von der Insel Poel aus wurde er schließlich mit einem Lastkahn in Richtung Nordsee gebracht. (mbr)
