Eklat bei „Das große Promi-Büßen“: Der frühere Nationalkeeper wurde nach nur zwei Tagen wegen verbaler Fehltritte der Sendung verwiesen.
Vorwürfe gegen Eike Immel„N...kuss“ – Ex-Torwart nach 48 Stunden aus TV-Show geworfen

Eike Immel feierte einst als Nationaltorwart große Erfolge im Stadion. (Archivbild)
Copyright: IMAGO/pictureteam
Die Teilnahme von Eike Immel an der Joyn-Produktion „Das große Promi-Büßen“ hat für Aufsehen gesorgt. Anstatt Buße zu tun, sorgte der 65 Jahre alte frühere Nationaltorhüter für einen Eklat und musste die Sendung nach nur zwei Tagen verlassen. Informationen der „Bild“-Zeitung, die sich auf das Produktionsumfeld beruft, deuten auf vehemente Auseinandersetzungen und inakzeptable Äußerungen am Drehort in Österreich hin. Das Engagement des ehemaligen Fußballprofis endete somit abrupt nach 48 Stunden.
Der ursprüngliche Anlass für Immels Teilnahme war die Auseinandersetzung mit seinen aktuellen rechtlichen Schwierigkeiten in der Reality-Sendung. Eine Verurteilung zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und zwei Monaten wegen Betrugs in 107 Fällen erfolgte im Vorjahr. Da das Urteil noch keine Rechtskraft besitzt, ist die Berufung für September terminiert.
Kontroverse um Wortwahl und Deutschlandlied
Verbale Entgleisungen des früheren Bundesliga-Profis sollen den Ausschlag für seinen Ausschluss vom Drehort in der Steiermark gegeben haben. Wie aus dem Produktionsumfeld verlautet, habe Immel eine Debatte mit anderen Kandidaten über den Gebrauch des Wortes „N...kuss“ geführt. Er soll sich geweigert haben, den Begriff trotz einer Rüge seitens der Produktion zu meiden.
Darüber hinaus wird berichtet, dass der 65-Jährige die erste Strophe der deutschen Nationalhymne rezitierte, welche eng mit nationalistischer Ideologie assoziiert wird. Die Produktionsleitung reagierte auf die wiederholten Vorkommnisse in einem kurzen Zeitraum mit dem sofortigen Ausschluss. Eine scharfe Auseinandersetzung mit der Mit-Teilnehmerin Georgina Fleur hat es Berichten zufolge ebenfalls gegeben, sie sei jedoch nicht der entscheidende Faktor für das Ende seiner Teilnahme gewesen.
Christoph Körfer, ein Sprecher des Senders Joyn, hat das frühzeitige Ausscheiden gegenüber der „Bild“ offiziell bestätigt: „Das Camp musste er bereits am zweiten Abend aufgrund mehrfacher Grenzüberschreitungen verlassen. Warum es zu seinem Ausschluss aus dem ,Promi-Büßen‘ kam, können die Zuschauerinnen und Zuschauer im Herbst auf Joyn sehen.“
Reaktion von Immel und seinem Rechtsbeistand
Eike Immel persönlich bestreitet die Anschuldigung, rassistische oder rechtsgerichtete Ansichten zu hegen. Gegenüber der „Bild“ führte er aus, nur von vergangenen Erlebnissen im Stadion berichtet zu haben. Den kontroversen Ausdruck habe er im Kontext einer Debatte über eine sogenannte „Sprachpolizei“ benutzt.
Er sei nicht stolz auf die Auseinandersetzung und möchte sich entschuldigen. Bestimmte Ausdrücke seien für ihn mehr als 55 Jahre lang gebräuchlich gewesen, doch er erkenne an, dass diese heutzutage nicht mehr verwendet werden.
Sein Anwalt, der Strafverteidiger Burkhard Benecken, wies außerdem auf den derzeitigen Druck hin, unter dem sein Klient stehe. Aufgrund des bevorstehenden Berufungsprozesses im September sei Immel einer außergewöhnlich hohen Anspannung und großem Stress ausgesetzt, was den Kontext der Situation beleuchte. Dennoch werde der Vorfall bedauert. (red)