Feuerwehr und Freiwillige kämpfen bei großer Hitze gegen neue Brandherde in Frankreich und Spanien. Erste Evakuierte dürfen zurück.
Einsatzkräfte in SorgeHitze erschwert Löscheinsätze in Frankreich und Spanien

Viele Freiwillige unterstützen den Einsatz der Feuerwehr, unter anderem, in dem sie mit privaten Tankwagen Wasser für die Feuerwehr herbeischaffen.
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Angesichts einer neuen Hitzewelle kämpft die Feuerwehr in den Waldbrandgebieten in Frankreich und Spanien unter Hochdruck gegen ein Wiederaufflammen der Feuer. Zehntausende Evakuierte in beiden Ländern können unterdessen in ihre Häuser zurückkehren.
An der französischen Atlantikküste setzt die Feuerwehr mit Blick auf die große Trockenheit und Wind alles daran, eine erneute Ausbreitung der Feuer zu verhindern. Die Sorge der Einsatzkräfte ist, dass bei erwarteten Temperaturen von bis zu 41 Grad und einer sinkenden Luftfeuchtigkeit Windstöße mit einer Geschwindigkeit von bis zu 45 Kilometern die Flammen wieder unkontrolliert anfachen und in das Gelände treiben, teilte die Präfektur in Bordeaux mit. Ab Donnerstag werden Unwetter erwartet.
Frankreichs Feuerwehr bekämpft neue Brandherde
In der Nacht und am Morgen seien die Einsatzkräfte gegen Brandherde vorgegangen, die in dem von dem Feuer bereits zuvor betroffenen Gelände aufflammten. Neue Brände gab es in drei Bereichen, etwa nahe dem militärisch sensiblen Armeestützpunkt Souge in der Nähe von Bordeaux.
Rund 2.200 Feuerwehrleute sind weiterhin mit der Bekämpfung der Brände beschäftigt, die 42.000 Hektar Fläche (420 Quadratkilometer, eine Fläche so groß wie der Stadtstaat Bremen) in Mitleidenschaft gezogen haben. Mit Stand Montagnachmittag sprach das Pariser Innenministerium von frankreichweit 116.085 Hektar durch die Waldbrände zerstörter Fläche.
Inzwischen wurden nach Angaben der Präfektur 126 Wehrleute verletzt. Von den ursprünglich evakuierten 224.000 Menschen in der Region, darunter zahlreiche Touristen, konnten am Dienstagabend zahlreiche wieder nach Hause zurückkehren. Die Präfektur erlaubte den Bewohnern von drei vorsorglich evakuierten Orten, die von dem Feuer aber verschont blieben, die Rückkehr. Nach Medienberichten geht es insgesamt um 57.000 Menschen.
Zehntausende Evakuierte in Spanien kehren zurück
In Spanien kehren unterdessen nach fast einer Woche der Angst und Ungewissheit Zehntausende in den Waldbrandgebieten rund um Madrid in ihre Häuser zurück. Die Behörden hoben Evakuierungen und Ausgangsbeschränkungen für 19 Ortschaften auf, wie das spanische Innenministerium mitteilte. Angesichts des Beginns der vierten Hitzewelle des Sommers, die bis Sonntag anhalten soll und in den nächsten Tagen die Löscharbeiten erschweren dürfte, warnen die Behörden jedoch weiterhin vor verfrühter Entwarnung.

Während Tausende weiter in Notquartieren ausharren, kann ein Teil der Evakuierten in Frankreich in ihre Häuser zurückkehren.
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Bei der Bekämpfung der verheerenden Waldbrände im Westen der Region Madrid sowie in den angrenzenden Provinzen Ávila und Toledo konnten die Einsatzkräfte derweil weitere Erfolge erzielen. Am Dienstag hätten sich die Flammen nicht weiter ausgebreitet, sagte Innenminister Fernando Grande-Marlaska.
Noch Glutnester in Brandgebieten
Er hoffe, dass trotz der vorhergesagten hohen Temperaturen am Mittwoch die Arbeiten zur Ablöschung verbliebener Glutnester und die Sicherung der Brandgebiete beginnen könne. Ministerpräsident Pedro Sánchez hatte zuvor erklärt, man könne bereits „Licht am Ende des Tunnels sehen“.
Mehr als 50.000 Menschen in den Gebieten rund um die spanische Hauptstadt kehren seit Dienstagabend dank der Stabilisierung der Brandlage nach und nach in ihre Häuser zurück. Von Evakuierungen oder Ausgangsbeschränkungen sind aber noch rund 40.000 Menschen betroffen. Auch für diese werde es bald gute Nachrichten geben, versicherten Sprecher der Einsatzteams.
Größter Waldbrand der jüngeren Geschichte Spaniens
Größere Sorgen bereitet nun der Waldbrand in der Provinz Castellón im Osten des Landes, wo die Flammen weiterhin außer Kontrolle sind. Im Gebiet Vall d'Uixó erfasste das Feuer bisher rund 10.000 Hektar Wald- und Buschland. Dort waren seit dem Wochenende insgesamt rund 16.000 Menschen evakuiert worden, viele konnten aber inzwischen in ihre Häuser zurückkehren.
Das beliebte Urlaubsland erlebt derzeit eine der verheerendsten Waldbrandserien der jüngeren Geschichte. 207.000 Hektar Fläche wurden nach offiziellen Angaben seit Jahresbeginn bereits in Mitleidenschaft gezogen. Größere Touristen-Hotspots sind bisher allerdings nicht betroffen.
Auch in der Türkei brach in der südwestlichen Provinz Mugla an der Ägäis ein Waldbrand aus. Deshalb mussten ein lokales Krankenhaus und Wohngebiete evakuiert werden. Rund 200 Menschen waren betroffen. (dpa/red)
