Bill Gates hatte nicht nur Affären mit einer Bridge-Spielerin und einer Atomwissenschaftlerin, nun wird die Beziehung zu einer Medizinerin bekannt.
Epstein-SkandalBill Gates räumt vor US-Kongress dritte Affäre ein

Bill Gates (M.) kommt am 10. Juni am Kapitol in Washington an, um vor einem Ausschuss des Repräsentantenhauses zu Epstein auszusagen.
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Für Multi-Milliardär Bill Gates hat sich die Epstein-Affäre zu einem Albtraum entwickelt. Die engen Verbindungen des Microsoft-Mitgründers zum verurteilten Sexualstraftäter sind nicht nur in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt, sondern Gates wurde auch vom Kontrollausschuss des US-Repräsentantenhauses vorgeladen. Gates bereut seine Epstein-Kontakte laut eigenen Versicherungen zutiefst und will kooperieren, damit „Gerechtigkeit für dessen Opfer“ erreicht werden kann.
Für Gates gehen seine Aussagen mit äußerst unangenehmen Offenbarungen aus seinem Privatleben einher. Obwohl die Anhörungen nicht öffentlich stattfinden, drangen bisher immer Details nach außen. Im Kern geht es um die außerehelichen Affären des Tech-Miliardärs, die Epstein offenbar als Druckmittel gegen Gates einsetzte. So erklärte dieser bereits Anfang Juni, von dem 2019 verstorbenen Sexualstraftäter erpresst worden zu sein. Gates hatte sich von dem Kontakt laut eigener Aussage anfangs großzügige Spenden Epsteins für seine Gesundheitsprojekte versprochen. Letztlich sei daraus aber nichts geworden.
Melinda Gates kritisiert Bills Kontakte zu Epstein
Bill Gates und seine Frau Melinda hatten sich 2021 nach fast 27 Ehejahren getrennt. Im Nachhinein wurde deutlich, dass höchstwahrscheinlich das Thema Epstein eine wesentliche Rolle spielte. Die Kontakte zwischen Gates und Epstein wurden im Oktober 2019 öffentlich bekannt. Unmittelbar danach nahm sich Melinda Gates Scheidungsanwälte. Jahre später wurde sie deutlicher: So sagte sie im Februar 2026, neu aufgetauchte Dokumente hätten sie an „schmerzhafte Zeiten“ in ihrer Ehe erinnert.
Epstein hatte in diesen neu veröffentlichten E-Mails geschrieben, dass Bill Gates zu ihm gekommen sei, um Treffen mit Frauen zu vermitteln und um Medikamente zur Behandlung einer Geschlechtskrankheit zu erhalten, die er sich durch „Sex mit russischen Mädchen“ zugezogen habe. Er habe auch Melinda Medikamente gegen die Krankheit verabreichen wollen.
Melinda äußerte sich nicht direkt zu den Affären ihres Mannes, sagte aber, sie sei froh, „all dem Dreck“ entkommen zu sein. Epstein bezeichnete sie als „böse“, das habe sie direkt erkannt.
Epstein-Untersuchung: Gates räumt dritte Affäre ein
Wie nun bekannt wurde, hatte Gates am 10. Juni vor dem Ausschuss eine weitere Affäre eingeräumt. Während die Beziehungen zu der russischen Bridge-Spielerin Mila Antonova und der russischen Nuklearwissenschaftlerin Karima Nigmatulina bereits bekannt waren, rückt jetzt eine dritte Frau in den Fokus. Der „Daily Mail“ zufolge soll es sich um Alice Jacobs Nesselrodt gehandelt haben, eine Unternehmerin im Healthcare-Bereich mit einem Doktortitel der Harvard Medical School. Die Affäre soll vor 2010 stattgefunden haben.
Gates erklärte, keine dieser Beziehungen hätte etwas mit seinen Kontakten zu Epstein zu tun gehabt. Dieser habe aber offenbar versucht, ihn mit Informationen über seine Untreue später unter Druck zu setzen. Gates bestritt ebenfalls stets, jemals Zeuge von Missbrauch junger Frauen durch den verurteilten Pädophilen geworden zu sein.
Der Kontrollausschuss im US-Repräsentantenhaus soll das Missbrauchsnetzwerk des 2019 verstorbenen Finanzinvestors Epstein politisch aufarbeiten. Der Multimillionär aus New York hatte vor Jahrzehnten einen Missbrauchsring betrieben, dem viele Frauen und Minderjährige zum Opfer fielen. Über mehrere Jahre hinweg soll Epstein Minderjährige auch selbst missbraucht haben. 2019 war er mit 66 Jahren im Gefängnis gestorben. Im Obduktionsbericht wurde Suizid als Todesursache genannt. (mit dpa)
