Von Barcelona aus hat ein Konvoi mit etwa tausend Teilnehmern Kurs auf Gaza genommen. Ihr Ziel ist es, die von Israel verhängte Seesperre zu überwinden.
Erneuter Versuch für GazaHilfsflotte mit 1000 Aktivisten in Barcelona gestartet

39 Boote der GSF-Flotte liefen in Barcelona aus. (Archivbild)
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Mehr als sechs Monate nach einer fehlgeschlagenen Initiative hat die Gaza-Hilfsmission „Globale Sumud-Flottille“ (GSF) einen neuen Anlauf gestartet. Laut Angaben der Organisatoren legten 39 Schiffe mit circa tausend Aktivisten aus diversen Nationen von Barcelona ab. Der Start hatte sich aufgrund des Wetters um mehrere Tage verschoben.
Unterstützung erhält der Konvoi durch ein Schiff der spanischen NGO Open Arms sowie die „Arctic Sunrise“ der Umweltschutzorganisation Greenpeace. Die Mission der propalästinensischen Teilnehmer zielt darauf ab, die maritime Blockade des Gazastreifens durch Israel zu überwinden und Versorgungsgüter in die Region zu liefern. Die erste Etappe der Reise führt die Schiffe über das Mittelmeer bis nach Sizilien. Der arabische Begriff „Sumud“ bedeutet Standhaftigkeit.
Frühere Aktionen von Israel gestoppt
In der Vergangenheit unterband Israel konsequent alle Anläufe von Aktivisten, die Seesperre zu durchbrechen. So wurde laut einer Meldung der dpa eine frühere Mission im Herbst 2025 von israelischen Sondereinsatzkräften gestoppt. Der damalige Konvoi, der hauptsächlich aus privaten Segel- und Motorjachten bestand, wurde gestürmt. Unter den festgenommenen und später des Landes verwiesenen Teilnehmern befand sich auch die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg.
Open-Arms-Gründer über Ungewissheit der Mission
Òscar Camps, der Gründer von Open Arms, äußerte sich gegenüber der Nachrichtenagentur Europa Press zur unsicheren Lage: „Wir wissen nicht, was uns erwartet. Wir wissen nicht, wie weit wir kommen werden“. Die Initiative verfolge das Ziel, „das Geschehen in Gaza wieder in den medialen Fokus zu rücken, weil es in den Hintergrund geraten ist“.
Zudem führte Camps an, dass über 700 Personen „in diesen Monaten der Waffenruhe, die keine wirkliche war, getötet“ worden seien. Seine Forderung lautete, den „Völkermord stoppen“ und den Wiederaufbau in Gaza einzuleiten. (red)
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