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Notruf abgesetztFähre vor Zypern gekentert – mindestens sieben Tote

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ARCHIV - 19.04.2016, ---: Ein Schiff der türkischen Küstenwache patrouilliert am 20. April 2016 in der Ägäis vor der türkischen Küste. Foto: JOHN MACDOUGALL/AFP-Pool/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ (zu dpa: «Fähre vor Zypern gekentert - mindestens sechs Tote») Foto: John Macdougall/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Ein Schiff der türkischen Küstenwache patrouilliert in der Ägäis (Symbolbild).

Eine Fähre mit mehr als 200 Passagieren ist vor Nordzypern in Seenot geraten und gekentert. Es gibt mehrere Tote.

Bei einem Fährunfall vor der Insel Zypern sind nach aktuellem Stand mindestens sieben Menschen ums Leben gekommen. Das Schiff mit mehr als 250 Passagieren war kurz nach dem Auslaufen aus der Hafenstadt Kyrenia gekentert, sagte der nordzyprische Ministerpräsident Ünal Üstel nach Angaben der staatlichen türkischen Nachrichtenagentur Anadolu. Das Schiff war auf dem Weg ins südtürkische Mersin.

Die Einsatzkräfte suchten noch nach 23 Personen, sagte der zyprische Präsident Tufan Erhürman dem Sender CNN Türk. 237 Passagiere seien gerettet worden.

Das Schiff war den zyprischen Behörden zufolge kurz nach dem Auslaufen aus der Hafenstadt Kyrenia gekentert. Es war auf dem Weg ins südtürkische Mersin. Dem zyprischen Verkehrsminister Erhan Arikli zufolge drang Wasser in die Fähre ein, und es wurde ein Notruf abgesetzt.

Helikopter kreist über Menschen in Rettungswesten

Auf Bildern des Senders CNN Türk war zu sehen, wie Menschen in Rettungswesten darauf warteten, in Sicherheit gebracht zu werden. Ein Helikopter kreiste über ihren Köpfen. Dem Sender zufolge versuchte der Kapitän, zunächst noch umzukehren.

Der türkische Vizepräsident Cevdet Yilmaz schrieb auf X, die türkische Küstenwache unterstütze bei der Rettung. Die Fähre des Typs Katamaran sei gekentert. Der Notruf wurde türkischen Behörden zufolge vier Seemeilen vor der Küste abgesetzt. Warum Wasser in das Schiff eindringen konnte, war zunächst unklar.

Verkehrsminister Arikli sagte türkischen und zyprischen Medien, dass sich insgesamt 267 Personen auf der Fähre befanden, darunter 259 Passagiere und 8 Besatzungsmitglieder.

Zypern ist seit 1974 nach einem Putsch nationalistischer griechischer Zyprer und einer darauffolgenden türkischen Militärintervention de facto geteilt. Im Jahr 1983 wurde die Türkische Republik Nordzypern (KKTC) proklamiert, die weltweit nur von der Türkei anerkannt wird. 2004 nahm die EU die Insel Zypern als Ganzes in die EU auf. (dpa)