2019 erstickten 39 Migrantinnen im Frachtraum eines Lasters in Essex. Dieses Mal riefen sechs Frauen rechtzeitig um Hilfe.
Bekamen keine LuftMigrantinnen rufen Reporterin aus einem Kühllaster um Hilfe

Der Fahrer des Lasters wurde festgenommen. Zudem wurden Ermittlungen wegen Menschenhandels aufgenommen. (Symbolbild)
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Sechs Frauen sollten in einem Kühllaster von Frankreich nach Großbritannien geschleust werden, wurden aber nach einem Hilferuf an eine BBC-Reporterin von der französischen Polizei gerettet. Dem Bericht der französischen Rundfunkanstalt BBC zufolge, hatten die Frauen befürchtet, ihnen würde die Atemluft ausgehen.
Migrantinnen rufen BBC-Reporterin aus dem Frachtraum an
Am Mittwoch sollen sich vier Frauen aus dem Frachtraum des gekühlten und verriegelten Lasters bei der Reporterin gemeldet haben – zunächst per SMS, dann per Anruf. Sie bekämen keine Luft und gerieten in Panik, erzählten sie der Reporterin der BBC.
Die alarmierte Reporterin erinnerte sich an einen Fall im Jahr 2019, in dem 39 Migrantinnen im Frachtraum eines Lasters in Essex erstickt waren und tot aufgefunden wurden. Weil die Reporterin damals berichtete, kam der Kontakt zwischen ihr und einigen Migrantinnen zustande. Sofort alarmierte sie die französische Polizei.
Französische Polizei stoppt den Laster und ermittelt wegen Menschenhandels
Diese ortete den Standort des Lasters, machte das Nummernschild ausfindig und stoppte dann den Fahrer. Zu diesem Zeitpunkt waren die Frauen bereits zehn Stunden in dem mit Bananenkisten beladenen Lastwagen unterwegs, der zunächst in Richtung Großbritannien fuhr, dann aber die Richtung wechselte.
Warum der Fahrer die Richtung wechselte, ist bisher nicht geklärt. Der Fahrer des Lasters wurde nach Angaben der BBC festgenommen. Auch Ermittlungen wegen Menschenhandels wurden aufgenommen.
