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Feuer hinterlassen VerwüstungNeue Hitzewelle verschärft Waldbrandgefahr in Südeuropa

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Blick auf die von Rauch umhüllte Ermita de Santa Bárbara in Onda in der Provinz Castellón, 71 Kilometer nördlich von Valencia in Spanien.

Blick auf die von Rauch umhüllte Ermita de Santa Bárbara in Onda in der Provinz Castellón, 71 Kilometer nördlich von Valencia in Spanien.

Spanien und Frankreich atmen auf. Doch neue Hitze und Wind bedrohen die Erfolge – und auch Griechenland kämpft gegen Flammen.

Während sich die Lage in Spanien und Teilen Frankreichs vorsichtig entspannt, wächst mit einer neuen Hitzewelle die Sorge vor weiteren Waldbränden. Hohe Temperaturen, Trockenheit und kräftiger Wind könnten die Flammen jederzeit wieder anfachen. Auch Griechenland kämpft gegen neue Feuer.

Spanien: Zehntausende kehren nach Hause zurück

Nach fast einer Woche der Angst dürfen rund um Madrid Zehntausende Menschen in ihre Häuser zurückkehren. Die Behörden hoben Evakuierungen und Ausgangsbeschränkungen für zahlreiche Orte auf. Ministerpräsident Pedro Sánchez sprach von einem „Licht am Ende des Tunnels“. Dennoch warnen die Einsatzkräfte vor verfrühter Entwarnung.

Dieses Gebäude ist durch ein Feuer nahe La Adrada, 95 Kilometer westlich von Madrid, zerstört worden.

Dieses Gebäude ist durch ein Feuer nahe La Adrada, 95 Kilometer westlich von Madrid, zerstört worden.

Bereits am Mittwoch werden erneut Temperaturen von bis zu 37 Grad erwartet, später soll die vierte Hitzewelle des Sommers mit Spitzenwerten von bis zu 42 Grad beginnen. Die Waldbrände in den Regionen Madrid, Ávila und Toledo haben bislang rund 77.000 Hektar Land zerstört. Allein das Feuer in Ávila gilt als der größte Waldbrand Spaniens seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1968.

Frankreich: Neue Hitze bedroht mühsame Erfolge

Auch in der Region Gironde bei Bordeaux gibt es erste Erfolge. 57.000 Menschen konnten nach einer Woche in ihre Häuser zurückkehren, nachdem der Großbrand vorerst unter Kontrolle gebracht wurde. Doch die Feuerwehr bleibt in Alarmbereitschaft. Bereits am Dienstag flammten 14 neue Brandherde auf.

Die Feuerwehr ist bei Lege-Cap-Ferret in Frankreich im Einsatz.

Die Feuerwehr ist bei Lege-Cap-Ferret in Frankreich im Einsatz.

Für Mittwoch werden bis zu 41 Grad im Landesinneren, starke Winde und ein „äußerst hohes Risiko erneuter Brandausbrüche“ erwartet. Seit Beginn des Feuers mussten mehr als 220.000 Menschen zeitweise ihre Häuser verlassen. Rund 42.000 Hektar Land wurden zerstört.

Griechenland: Paros kämpft weiter gegen die Flammen

Auf der beliebten Ferieninsel Paros kämpfte die Feuerwehr die ganze Nacht gegen einen außer Kontrolle geratenen Waldbrand. Mehrere Ortschaften wurden vorsorglich evakuiert. Inzwischen ist das Feuer unter Kontrolle, eine vollständige Entwarnung gibt es wegen des starken Windes aber nicht.

Die Behörden warnen auch in anderen Landesteilen vor hoher Waldbrandgefahr. Auf mehreren Inseln und in Teilen des Festlands gelten erhöhte Warnstufen. Zwar blieb Griechenland in diesem Sommer bislang von langen Hitzewellen verschont, doch ausgetrocknete Vegetation und Wind schaffen erneut gefährliche Bedingungen für Brände. (dpa/afp/red)