Eine massive Erdbewegung in Süditalien sorgt für eine landesweite Störung. Rund 50 Personen wurden evakuiert, die Autobahn A14 ist blockiert.
Italien in zwei geteiltErdrutsch legt Autobahn und Bahnstrecke an der Adria lahm

In der kleinen italienischen Region Molise hat sich ein Erdrutsch reaktiviert. Dutzende Menschen wurden evakuiert. Die Verkehrsverbindungen sind derzeit unterbrochen.
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Ein Erdrutsch an der Adriaküste im Süden Italiens beschäftigt die zuständigen Stellen. In der Gemeinde Petacciato (Region Molise) wurden als Vorsichtsmaßnahme circa 50 Personen evakuiert, so die Auskunft von Fabio Ciciliano, dem Chef des Zivilschutzes in Italien. Die Erdmassen seien weiterhin in Bewegung, präzisierte er.
Die Situation wurde von Ciciliano als kompliziert beschrieben. Es wird erwartet, dass die Bewältigung Wochen oder sogar Monate in Anspruch nehmen wird. Schon seit langer Zeit ist die Instabilität des Hanges in dieser Gegend bekannt. Infolge von Stürmen habe sich die Erdbewegung nun „reaktiviert“, obgleich sie sich langsam fortsetzt. Die Ausdehnung des Erdrutsches beträgt nach offiziellen Angaben ungefähr vier Kilometer.
Zentrale Verkehrsadern sind lahmgelegt
Die Erdbewegungen beeinträchtigen zudem zentrale Verkehrswege in der Region. Ein Teilstück der Autobahn A14 ist in beiden Fahrtrichtungen blockiert, wie der Sender Rai meldet. Diese Route stellt die Verbindung zwischen Norditalien und dem südöstlichsten Teil des Landes her. Ebenso wurde der Zugverkehr in der betroffenen Zone eingestellt.
Laut ihrem Büro befindet sich die italienische Premierministerin Giorgia Meloni in durchgehendem Austausch mit den Behörden vor Ort. Eine offizielle Erklärung aus ihrem Regierungssitz besagt, dass das Land durch die Störungen im Verkehr „faktisch in zwei Teile geteilt“ sei. Wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet, können sämtliche Schritte zur Wiederaufnahme der Verkehrsverbindungen erst nach Abschluss technischer Untersuchungen beurteilt werden. (red)
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