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„Schaut nicht weg“Joko & Klaas zeigen stundenlang den Alltag im Krieg

3 min
Joko Winterscheidt (l-r) und Klaas Heufer-Umlauf

Die beiden Entertainer geben dieses Mal Menschen an der Front in der Ukraine Sendezeit. (Archivbild)

Joko und Klaas nutzten ihre gewonnene Sendezeit für eine dreistündige Doku über den Kriegsalltag in der Ukraine.

Joko und Klaas zeigen auf ProSieben die Realität des Ukraine-Kriegs

Statt 15 Minuten Unterhaltung nutzten Joko und Klaas ihre gewonnene Sendezeit für eine über dreistündige Doku über den Kriegsalltag in der Ukraine.

Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf setzten ihren bei ProSieben gewonnenen Sendeplatz dafür ein, die bedrückende Lebensrealität von Menschen an der Front in der Ukraine darzustellen. Für die Ausstrahlung der Dokumentation „Joko & Klaas Live- #dontlookaway“ wurde die ursprünglich auf 15 Minuten begrenzte Sendezeit am Abend auf eine Dauer von über drei Stunden ausgedehnt.

In dem Filmbeitrag geben ein Drohnenpilot, ein Chirurg, eine Verwaltungsangestellte, ein Evakuierungshelfer sowie ein Polizist Einblicke in die Schrecken des russischen Angriffskrieges, der inzwischen über 1.560 Tage andauert. Laut Angaben des Senders wurden die Gespräche mit den Beteiligten von einer Kontaktperson vor Ort in der Ukraine geführt.

Ein Appell zum Hinsehen als Einstieg

Der Film startet mit der Aussage eines Mitwirkenden: „Vor einiger Zeit haben sie uns Kameras in die Ukraine geschickt und gefragt: Was würdet ihr Menschen über euren Alltag erzählen? Was sollten sie sehen? Das ist es, was wir euch zeigen wollen. So sehen unsere Tage aus. Das ist unser Leben. Schaut nicht weg.“ Der Beitrag schließt mit der Feststellung: „Wenn der Krieg kommt, ist es so schockierend. Es ändert alles. Deshalb leben wir im Augenblick.“

Nachdem sich das Duo am Mittwoch in einer Abendsendung gegen seinen Stammsender durchgesetzt hatte, stand ihm Sendezeit zur freien Verfügung. Der genaue Inhalt der Ausstrahlung blieb bis zuletzt geheim. Anstelle der üblichen 15 Minuten präsentierten die Moderatoren eine rund 200-minütige, werbefreie Dokumentation und gaben damit erneut Menschen und Perspektiven eine Plattform, die ihrer Ansicht nach gesehen werden müssen.

Szenen aus dem Kriegsalltag

Die Perspektiven in dem Film wechseln fortlaufend. So wird der Chirurg Andriy gezeigt, während er den Arm eines schwer verwundeten Mannes versorgt und anmerkt, dass auch Tote eingeliefert werden. Es folgen Aufnahmen von laut klagenden Personen, die Angehörige verloren haben. Olha, eine Angestellte eines kommunalen Betriebs des Stadtrats von Cherson, bewegt sich durch ruinierte Wohnungen. Eine 81-jährige Anwohnerin äußert, dass sie bei dem Drohnenangriff gestorben wäre, hätte sie sich zu diesem Zeitpunkt dort aufgehalten.

Der Drohnenpilot Dmytro präsentiert zahlreiche Fluggeräte, die in einer Wohnung auf dem Fußboden stehen, mit den Worten: „Unsere Drohnen, die heute töten gehen.“ Eine Polizistin fragt unterdessen mit hoffnungslosem Ausdruck: „Warum trifft uns dieses Leid?“ Der Mediziner Andriy, 39, äußert zum Schluss seinen Wunsch, dass ein derart furchtbarer Krieg nie wieder stattfinden möge. Er fügt jedoch hinzu, er habe das Gefühl, der Konflikt würde niemals aufhören und er sehne sich nach seiner Frau. Ein wiederkehrendes Motiv ist der Kontrast, wenn die Mitwirkenden mit Handkameras durch Wohngegenden gehen: Die Umgebung erscheint oft zunächst ruhig, bevor Hausruinen, ausgebrannte Fahrzeuge und traumatisierte Menschen die bedrückende Wirklichkeit enthüllen.

Joko Winterscheidt (47) und Klaas Heufer-Umlauf (42) widmen sich in ihren ProSieben-Formaten seit langer Zeit immer wieder gesellschaftspolitischen Inhalten, wie etwa zur Seenotrettung, zu Rechtsextremismus oder den Rechten von Frauen. Das Duo zählt zu den prominentesten Aushängeschildern des Senders. Ihre Produktionen, darunter „Joko & Klaas gegen ProSieben“, erzielen konstant hohe Zuschauerzahlen und gelten als maßgebliche Erfolgsfaktoren für die Quote. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.