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Gefährliche ErinnerungslückenStudie zeigt, wie schnell wir den Einsatz von KI vergessen

2 min
KI-Anwendungen auf einem Smartphone

Erinnerungslücken bei KI-Nutzung: Nach einer Woche können viele Menschen nicht mehr sicher sagen, ob eine Idee von ihnen selbst oder einer KI stammt.

Stammt die Idee von mir oder der KI? Eine Studie zeigt, dass unser Gedächtnis uns hier schnell im Stich lässt.

Eine Untersuchung von Wissenschaftlern der Universität Bayreuth und der Aalto University in Helsinki belegt, dass die menschliche Erinnerung bei der Frage nach dem Ursprung von Inhalten unzuverlässig ist. Die Fähigkeit, sich exakt an den Entstehungsprozess zu erinnern, verringert sich schon innerhalb einer Woche erheblich.

Als besonders signifikant erwiesen sich dabei Prozesse, bei denen eine Kombination aus menschlicher Kreativität und maschineller Unterstützung stattfand. Dies betrifft Szenarien, in denen entweder eine KI die ursprüngliche Konzeption lieferte und ein Mensch diese ausarbeitete, oder der umgekehrte Fall eintrat.

Gedächtnisleistung fällt nach einer Woche auf 37,7 Prozent

Die Chance, den maschinellen Ursprung einer Idee nach Ablauf einer Woche korrekt zuzuordnen, fiel auf lediglich 37,7 Prozent, wenn ein Teilnehmer diese eigenhändig ausgearbeitet hatte.

Im Gegensatz dazu lag die Trefferquote bei 64 Prozent für die korrekte Identifizierung eines selbst entwickelten Gedankens, der im Anschluss maschinell weiterverarbeitet wurde. An dem zugrundeliegenden Experiment waren 184 Probanden beteiligt, die Texte teils mit, teils ohne maschinelle Unterstützung anfertigten.

Wissenschaftler sehen zwei wesentliche Risiken

Aus diesen Erkenntnissen leiteten die Wissenschaftler zwei Risiken ab, die sich aus solchen Gedächtnisfehlern im Zusammenspiel mit KI ergeben. Einerseits besteht die Gefahr, dass sich Personen unbeabsichtigt maschinell generierte Konzepte zu eigen machen und diese irrtümlich als persönliche Leistung deklarieren.

Andererseits ist es möglich, dass Menschen ihr eigenes kreatives Potenzial ungerechtfertigterweise unterschätzen, indem sie einen originären Einfall irrtümlich der Technologie anrechnen.

Protokollierung als empfohlene Lösung

Der Versuch, den Einsatz von KI nachträglich auf Basis von Erinnerungen nachzuvollziehen, ist den Forschern zufolge somit nicht praktikabel. Sie empfehlen daher als Alternative, den Schöpfungsprozess von Inhalten bei Bedarf von Grund auf lückenlos festzuhalten, um Transparenz zu gewährleisten. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.