Messstation der Uni Köln schlägt ausLeichtes Erdbeben erschüttert erneut das Rheinland

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Der Seismograph einer Erdbebenwarte verzeichnet Ausschläge.Zu sehen sind sie in Form einer roten Linie auf einem Blatt Papier.

Ein Erdbeben erschüttert erneut das Rheinland. Das Epizentrum liegt in Simmerath, die Seismographen in der Region schlagen aus. Darunter auch die offizielle Messstelle der Universität zu Köln.

Erst vor wenigen Tagen hatte ein ähnlich starkes Erdbeben das Rheinland getroffen. Auch die Seismographen bei Köln messen die Erschütterung.

Ein leichtes Erdbeben hat am späten Donnerstagabend (20. April) erneut das Rheinland erschüttert. Laut Aufzeichnungen des belgischen Erdbebendienstes „Observatoire Royal de Belgique“ erreichte es eine Stärke von 1,5 auf der Richter-Skala.

Das Epizentrum lag demnach in Simmerath in der Städteregion Aachen, an der Grenze zum Kreis Euskirchen. Auch die Erdbebenstation der Universität zu Köln zeichnete das Beben auf.

Leichtes Erdbeben erschüttert Rheinland – Messstation der Uni Köln schlägt aus

Laut Daten des belgischen Erdbebendienstes ereignete sich das Beben gegen 21.20 Uhr im Simmerather Ortsteil Deffertsfeld. Dort dürfte das Beben, das nur vier Kilometer unter der Erdoberfläche sein Epizentrum hatte, auch leicht spürbar gewesen sein. Im wenige Kilometer entfernten Aachen, wo eine Magnitude von 1,0 gemessen wurde, dagegen schon nicht mehr.

Auch die Messstation der Universität zu Köln in Bensberg (Rheinisch-Bergischer Kreis) zeichnete das Erdbeben am Donnerstagabend auf. Der Seismograph zeigte eine Stärke von 1,4 auf der Richterskala. Die Druckwelle des Bebens erreichte Bensberg nur wenige Sekunden nach dem Start in Simmerath. Spürbar war es allerdings auch in Bensberg nicht mehr, sondern nur in unmittelbarer Umgebung des Epizentrums.

Epizentrum im Rheinland: Zweites Erdbeben binnen kurzer Zeit – Nachbeben in Simmerath

In der niederrheinischen Bucht kommt es immer wieder zu leichten Erdbeben, vor allem in der deutsch-belgischen Grenzregion. Erst vor wenigen Tagen hatte ein ähnlich starkes Erdbeben Stadtteile von Stolberg erschüttert. Auch dabei waren die Erschütterungen in Bensberg gemessen worden. Die Druckwelle dürfte dabei auch Köln passiert haben, spürbar war sie allerdings auch dort nicht.

Die meisten Erdbeben im Rheinland erreichen allerdings nur eine geringe Stärke, selten steigt der Wert über 2,0 auf der Richter-Skala. Im Anschluss an das Beben in Simmerath ereigneten sich noch zwei sehr leichte Nachbeben, die aber nicht mal eine Magnitude von 0,5 erreichen konnten. (shh)

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