Eine Schlangenart auf der Insel Neuguinea trägt nun den Namen eines Rockstars. Über ihre Lebensweise weiß man nur wenig.
Lielaphis slashiSchlangenart nach Guns-N'-Roses-Gitarrist Slash benannt

Slash bezeichnet sich selbst als Reptilienliebhaber. (Archivbild)
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Eine bislang unbekannte Schlangenart ist nach Slash, dem Gitarristen der Rockband Guns N' Roses, benannt worden. Die wissenschaftliche Bezeichnung des Tieres laute Lielaphis slashi, teilte das Field Museum in Chicago mit - auf Deutsch etwa Slashs Erdnatter.
Die etwa 70 Zentimeter lange rotbraune Schlange sei bereits 2006 auf der Insel Neuguinea nördlich von Australien von einem Forscher gefunden worden. Genetische Untersuchungen und der Vergleich körperlicher Merkmale hätten nun gezeigt, dass es sich um eine eigenständige Art handle.
Die Schlange lebe in tropischen Wäldern und sei meist nach Sonnenuntergang am Fuß großer Bäume zu finden, wo sie nach Nahrung suche. Gefährlich für den Menschen sei sie nicht: Auch wenn Guns N' Roses als die „gefährlichste Band der Welt“ bezeichnet werde, produziere die Schlange kein Gift, das einem Menschen ernsthaft schaden könne, hieß es in der Mitteilung.
Slash: Fühle mich „äußerst geehrt“
Slash, der mit bürgerlichem Namen Saul Hudson heißt, teilte mit, er sei „äußerst geehrt und demütig“. Als langjähriger Reptilienliebhaber habe der 61-Jährige nicht damit gerechnet, dass einmal eine Art nach ihm benannt werde, wurde er zitiert. Zu verdanken habe der Musiker dies der Wissenschaftlerin Sara Ruane, die an der Studie über die neu entdeckte Schlangenart beteiligt gewesen und ein großer Guns-N'-Roses-Fan sei, teilte das Museum mit. Das Forschungsteam präsentiert die Art im Journal „Zootaxa“.
Über die Lebensweise der Schlange sei bislang nur wenig bekannt, teilte das Museum mit. Nach Einschätzung der Forscher könnten große Zähne im hinteren Teil des Mauls dazu dienen, kleine Echsen und die Eier anderer Reptilien zu fressen. Bedroht werde ihr Lebensraum durch menschliche Aktivitäten wie Kaffeeanbau und Bergbau. Die Beschreibung neuer Arten sei daher auch für den Naturschutz wichtig, hieß es. Nur was bekannt sei, könne auch geschützt werden.
Slash gilt als einer der bekanntesten Gitarristen der Welt. Mit Guns N' Roses gelang ihm 1987 mit dem Debütalbum „Appetite for Destruction“ der internationale Durchbruch – Songs wie „Welcome to the Jungle“ und „Sweet Child o' Mine“ sind heute Rockklassiker. Mitte der 90er Jahre verließ der Gitarrist die Band, er kehrte aber 2016 zurück. (dpa/red)