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„Jede Menge Daten“Fans ziehen nach großer Nessie-Suche Bilanz – „bizarre Geräusche“ auf Band

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Über die Identität von Nessie wird seit Jahrzehnten spekuliert. Mit einer großen Suche am Loch Ness wollen Enthusiasten das Mysterium lösen.

Zwei Tage lang beobachteten und filmten Dutzende Nessie-Enthusiasten den See Loch Ness – und meldeten zahlreiche mögliche Sichtungen, wie Projektleiter Alan McKenna am Sonntag erzählte. „Es gibt jede Menge Daten, und wir werden viel Zeit benötigen, alles zu prüfen.“

Loch Ness: „Viele Berichte“ über Nessi von Anwohnern

„Es gibt so viele Berichte von Ortsansässigen“, sagt Scott Kelly. „Ich bin mir sicher, dass tatsächlich irgendetwas Unbekanntes im See lebt.“ Er und seine Ehefrau harrten bei teils strömendem Regen stundenlang am See in den schottischen Highlands aus.

Scott Kelly und Chie Kelly-Kano bei der vermutlich größten Suche nach dem Ungeheuer von Loch Ness

Scott Kelly und Chie Kelly-Kano sind sicher, dass Nessie existiert.

Ein Mann wollte unbedingt Beweise für das Ungeheuer von Loch Ness finden und zog deshalb von England in die schottischen Highlands, in der Hoffnung, einen Blick auf das Fabelwesen werfen zu können. Michael, ein Freiwilliger des Loch Ness Centre, war einer von vielen, die am Wochenende an der größten Jagd nach dem Ungeheuer seit 50 Jahren teilnahmen.

Der selbsternannte Nessie-Jäger Michael Holian wacht am 27. August 2023 über Loch Ness in der Hoffnung, das schwer fassbare Ungeheuer Nessie in Schottland zu erspähen.

Der selbsternannte Nessie-Jäger Michael Holian wacht am 27. August 2023 über Loch Ness in der Hoffnung, das schwer fassbare Ungeheuer Nessie in Schottland zu erspähen.

„Ich lebe in der Hoffnung, dass ich etwas zu sehen bekomme“, sagte er der britischen Zeitung „The Independent“. Bewaffnet mit einem Fernglas, war er an einem der 17 Sichtungspunkte rund um den See postiert.

Nessie-Suchaktion: Moderne Technik verrät neue Hinweise

Leiter McKenna wollte dem Mythos auf die Spur kommen. Gemeinsam mit seiner Freiwilligengruppe Loch Ness Exploration war McKenna die treibende Kraft hinter der zweitägigen Suche nach Nessie. Dutzende Freiwillige folgten seinem Ruf, Hunderte halfen über Webkameras. „Hauptquartier“ der Suche war das Loch Ness Centre, das erst kürzlich für 1,5 Millionen Pfund (etwa 1,75 Millionen Euro) revoniert wurde.

Karte des Sees Loch Ness

Größte Nessie-Suche seit fünf Jahrzehnten in Schottland beendet.

Das Ergebnis: Viele Hinweise, aber kein konkretes Ergebnis. Zum Einsatz kam auch moderne Technik: Am Sonntagabend stiegen Drohnen mit einer Wärmebildkamera auf. Solch ein Hilfsmittel sei bisher nie am Loch Ness zum Einsatz gekommen, betonte McKenna. Von einem Boot aus ließ McKenna ein hochsensibles Hydrophon ins Wasser, ein Unterwassermikrofon, das Töne aus dem See aufzeichnet.

Schottland: „Bizarre Geräusche“ bei Suche nach Nessie aufgenommen

Dabei seien bei einem Test am Freitag „bizarre Geräusche“ zu hören gewesen, sagte er. Bei einer Überprüfung an derselben Stelle am Sonntag sei aber nichts zu hören gewesen. Es sei daher unklar, ob die Geräusche etwa durch Gase oder durch ein Lebewesen ausgelöst worden seien, hieß es.

Alan McKenna, Projektleiter der Suche am Loch Ness

Alan McKenna, Projektleiter der Suche am Loch Ness

Die Legende von Nessie hält sich seit Jahrhunderten. Erstmals vom Mönch Columban im Jahr 565 nach Christus beschrieben, heizten die Schilderungen der Hotelmanagerin Aldie MacKay vor 90 Jahren den Hype enorm an. Mittlerweile zählt das „offizielle Register“ insgesamt 1149 Sichtungen, davon vier in diesem Jahr.

Das Örtchen Drumnadrochit an der Westseite des Sees ist das Zentrum des Nessie-Tourismus. Hier berichtete 1933 Hotelmanagerin MacKay, sie habe eine „walähnliche Kreatur“ gesehen - ein Bericht der Lokalzeitung „Inverness Courier“ löste den Hype aus. Längst ist Nessie wohl die prominenteste Tourismusbotschafterin von Schottland. In MacKays Hotel befindet sich heute das Loch Ness Centre. (mcl mit dpa)