Lula nennt Krieg „Wahnsinn“Brasiliens Präsident kritisiert USA und UN-Sicherheitsrat

Lula nimmt den UN-Sicherheitsrat ins Visier.
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Brasiliens Präsident Lula nutzt die Eröffnung der Hannover Messe für scharfe Kritik an globalen Militärausgaben und der UN-Tatenlosigkeit.
Zum Auftakt der Hannover Messe hat Brasiliens Staatschef Luiz Inácio Lula da Silva den Konflikt zwischen den USA, Israel und dem Iran als „Wahnsinn“ gebrandmarkt. Laut einem Bericht der dpa formulierte der 80-jährige Lula in seiner Ansprache außerdem deutliche Vorwürfe bezüglich der globalen Rüstungsetats und der Untätigkeit des UN-Sicherheitsrates.
Der brasilianische Präsident bezeichnete es als inakzeptabel, dass im 21. Jahrhundert für Milliarden von Menschen Herausforderungen wie Nahrungsmangel, Bildungsdefizite und eine fehlende Stromversorgung ungelöst sind, während gleichzeitig eine Summe von 2,7 Billionen US-Dollar für Kriege aufgewendet wird. Lula forderte, fortschrittliche Technologien nicht für kriegerische Zwecke, sondern stattdessen „für eine nachhaltigere und sicherere Welt“ zu verwenden.
Lula: Höchste Zahl an Konflikten seit 1945
„Wir erleben einen kritischen Moment in der globalen Geopolitik, geprägt von großen Paradoxa: Während Astronauten zum Mond fliegen, werden bei den Bombardements im Nahen Osten wahllos Frauen und Kinder getötet“, so die Klage des linksgerichteten südamerikanischen Staatschefs laut dpa.
Die Kritik von Lula zielte nicht allein auf US-Präsident Donald Trump, sondern schloss alle fünf permanenten Mitglieder des UN-Sicherheitsrates ein. Dieses Organ sei zur Sicherung des Friedens ins Leben gerufen worden, aber die Welt erlebe stattdessen die höchste Anzahl an Konflikten seit 1945. Es sei notwendig, die Staats- und Regierungschefs Donald Trump, Wladimir Putin, Xi Jinping, Emmanuel Macron und Keir Starmer zu befragen, welchen Zweck der Sicherheitsrat tatsächlich erfülle, so Lula. (red)
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