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Mann seit 1999 vermisstZufälliger Knochenfund könnte Eifel-Fall klären

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Polizisten der Bereitschaftspolizei Wittlich suchen am Donnerstag in einem Wald an der L46 nach Menschenknochen.

Wittlich – Ein Vermisstenfall aus der Eifel von vor 16 Jahren steht nach einem Zufallsfund wohl vor der Aufklärung. Nach einem tödlichen Autounfall nahe dem Mosel-Ort Osann-Monzel in Rheinland-Pfalz sind in einem Gebüsch zufällig Knochen gefunden worden, die von einem damals 20-Jährigen stammen sollen. Neben den Überresten habe eine Geldbörse gelegen mit dem Personalausweis und dem Führerschein des Vermissten, sagte ein Sprecher der Kriminalpolizei in Wittlich am Donnerstag.

Vieles spreche dafür, dass die entdeckten Knochenreste von dem Vermissten stammen. Gewissheit solle ein DNA-Abgleich in der Rechtsmedizin der Uniklinik Mainz bringen.

Am Donnerstag suchten dann gut 60 Polizisten mit Leichenspürhunden den Ort erneut ab. „Es wurden noch ein paar Knochen gefunden“, sagte der Kripo-Sprecher. Die Polizei hatte bereits nach dem Unfall Ende April das Gelände überprüft - und neben Knochen auch eine Uhr und Kleidung gefunden.

Der damals 20-Jährige aus dem Kreis Vulkaneifel war 1999 nach einem Verkehrsunfall im Raum Wittlich verschwunden. Er war gegen eine Leitplanke gefahren und dann zu Fuß von der Unfallstelle geflüchtet, wie der Sprecher berichtete. Zuletzt hatte er sich einen Tag nach dem Unfall aus Kesten - einem Nachbarort von Osann-Monzel - telefonisch gemeldet. Es habe Indizien dafür gegeben, dass er sich etwas antun wollte. Hinweise auf ein Gewaltverbrechen gibt es laut Polizei nicht.

Bei dem neuen Autounfall im April, nach dem die Knochen entdeckt wurden, war ein 18-Jähriger getötet worden. Er war von der Straße über die Leitplanke in den Straßengraben geschleudert worden. Angehörige hatten danach den Ort nach Dingen aus dem Wagen abgesucht - und den ersten Fund gemacht. (dpa)