In den letzten Jahren lebte der deutsche Schauspieler zurückgezogen in Frankreich.
Schauspieler-LegendeMario Adorf in Paris gestorben – Ehefrau fand ihn im Schlafzimmer

Mario Adorf und seine Ehefrau Monique in Berlin 2018. (Archivfoto)
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Mario Adorf ist tot. Der deutsche Schauspieler ist im Alter von 95 Jahren am Mittwoch (8. April) in Paris gestorben. Er sei am Mittwoch „nach kurzer Krankheit in seiner Wohnung in Paris eingeschlafen“, teilte sein langjähriger Manager Michael Stark am Donnerstag in Offenbach mit.
Laut der „Bild“-Zeitung fand seine Frau Monique ihn tot in seinem Bett im Schlafzimmer. Sie war bis zuletzt an seiner Seite. Neben seiner Ehefrau, die er über Brigitte Bardot kennengelernt hatte, hinterlässt Adorf seine Tochter Stella aus erster Ehe.
Mario Adorf mit 95 Jahren gestorben
Kurz vor seinem Tod fand Adorf noch Worte für sein Publikum. Bei einem letzten Besuch habe er seinem Manager mit auf den Weg gegeben, dass er seinen Fans „für ihre jahrzehntelange Treue von Herzen dankbar“ sei.

In den letzten Jahren lebte Mario Adorf recht zurückgezogen. (Archivfoto)
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Mario Adorf war ein deutsch-italienischer Schauspieler, der am 8. September 1930 in Zürich geboren wurde. Er gilt als einer der bedeutendsten und vielseitigsten Charakterdarsteller des deutschsprachigen Kinos und war über Jahrzehnte hinweg eine feste Größe in der europäischen Filmlandschaft.

Veronica Ferres (l-r), Mario Adorf und Gudrun Landgrebe spielten gemeinsam im Film „Rossini“. (Archivfoto)
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Mario Adorf war zweimal verheiratet. Seine erste Ehe schloss er mit der Schauspielerin Brigitte Steinberg, mit der er eine Tochter hat. Die Ehe wurde jedoch geschieden. Mario Adorf ist seit 1985 in zweiter Ehe mit der Französin Monique Faye verheiratet. Das Paar lernte sich über Brigitte Bardot kennen und ist seit über 40 Jahren verheiratet – zuvor waren sie bereits 17 Jahre ein Paar. Auch anlässlich seines 95. Geburtstags im September 2025 wurde Monique als seine Ehefrau erwähnt.
Mario Adorf glänzte in zahlreichen Filmen
Adorf wuchs in Mayen in der Eifel auf und studierte später an der Falkenburger Schauspielschule in München. Seinen Durchbruch feierte er 1957 mit dem Film „Nachts, wenn der Teufel kam”, in dem er einen Serienmörder verkörperte und dafür den Deutschen Filmpreis erhielt. In den folgenden Jahrzehnten spielte er in zahlreichen deutschen, italienischen und internationalen Produktionen mit und arbeitete mit Regisseuren wie Rainer Werner Fassbinder, Volker Schlöndorff und Sam Peckinpah zusammen.
Besonders bekannt wurde er durch Rollen in Filmen wie „Die Blechtrommel” (1979), „Lola” (1981) und „Der Rosengarten” (1989). Eine seiner Paraderollen spielt er in „Kir Royal“. Sein Spiel zeichnete sich durch eine außergewöhnliche Intensität und große Bandbreite aus – er konnte sowohl bedrohliche Schurken als auch warmherzige, komische Figuren überzeugend darstellen.
Für sein Lebenswerk wurde Adorf mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt, darunter dem Bayerischen Filmpreis und dem Deutschen Filmpreis. (mbr)
