Mexiko-Stadt – Bei Ermittlungen in Guadalajara im Westen Mexikos sind die Behörden auf mehrere Gräber mit mindestens 35 Toten gestoßen. Allein in einem Massengrab seien die sterblichen Überreste von 27 Menschen entdeckt worden, sagte am Samstag Gerardo Solis, Generalstaatsanwalt des Bundesstaates Jalisco.
Bei Untersuchungen seien weitere Gräber in der Umgebung gefunden worden. Die Arbeit gestalte sich schwierig, da Säuren und Natronlauge in den Gräbern verhinderten, dass Ermittler länger als 30 Minuten dort arbeiteten. Bisher seien lediglich zwei der Opfer identifiziert worden.
In Mexiko gelten rund 40.000 Menschen als vermisst. Viele dürften getötet worden sein. Häufig werden sie Opfer der mächtigen Drogenkartelle und Verbrechersyndikate. Ihr Schicksal wird nur selten aufgeklärt. (dpa)
