Binnen weniger Tage gelangen Hunderte Migranten nach Ceuta. Nun drängt der Regionalpräsident der spanischen Nordafrika-Exklave auf eine außergewöhnliche Maßnahme.
Spanische Stadt in NordafrikaMigranten schwimmen in Exklave – Ceuta ruft nach Militär-Einsatz

Der Regionalpräsident fordert die Ausrufung des Notstandes.
Copyright: Antonio Sempera/AP/dpa
Mehr als 1.500 Migranten sind nach Behördenangaben innerhalb einer Woche überwiegend schwimmend in die spanische Nordafrika-Exklave Ceuta gelangt. Allein in den vergangenen Stunden erreichten erneut Hunderte Menschen das Gebiet, wie der staatliche spanische Fernsehsender RTVE und andere Medien unter Berufung auf die Regionalbehörden berichteten.
Angesichts dieses neuen starken Andrangs von Migranten rief der Regionalpräsident von Ceuta, Juan Jesús Vivas, die Zentralregierung in Madrid dazu auf, aus „Gründen der nationalen Sicherheit“ den Notstand auszurufen und das Militär an der Grenze zwischen Marokko und Ceuta einzusetzen.
Migranten versuchen immer wieder nach Ceuta zu gelangen
Ceuta gilt seit Jahren als einer der wichtigsten Zugangspunkte für afrikanische Migranten nach Europa. Immer wieder versuchen Menschen, von Marokko aus schwimmend oder über die Grenzanlagen in die spanische Exklave und damit auf EU-Gebiet zu gelangen.
In den vergangenen Tagen ist ihre Zahl deutlich gestiegen. Bereits am Mittwoch hatte Vivas erklärt, die Aufnahmeeinrichtungen seien völlig überlastet. Hunderte Migranten müssten auf den Straßen übernachten. (dpa/red)