Russland verzichtet bei der Militärparade am 9. Mai auf Panzer und Raketen. Grund sei die „operative Lage“.
Angst vor Drohnen in MoskauMilitärparade zum Tag des Sieges findet ohne Panzer statt

Bei der Siegesparade in Moskau sollen Tausende Soldaten marschieren, doch Panzer und Raketen werden nicht gezeigt. (Archivbild)
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Die alljährliche Militärparade in Moskau anlässlich des Tages des Sieges wird in diesem Jahr ohne die Zurschaustellung von Panzern und Raketen abgehalten. Laut einer Mitteilung des Verteidigungsministeriums in der russischen Metropole wird die Präsentation von Militärtechnik am 9. Mai aufgrund der „operativen Lage“ nicht stattfinden.
Anstelle der Technikvorführung wird die Fernsehübertragung der Parade den Dienst russischer Soldaten aller Truppenteile thematisieren. Dies beinhaltet auch deren Aktivitäten bei den Kampfhandlungen in der Ukraine und an den Schaltstellen der Atomstreitkräfte. Der Marsch von Tausenden angehenden Offizieren über den Roten Platz bleibt davon unberührt und wird wie vorgesehen durchgeführt.
Zurschaustellung der militärischen Stärke Moskaus
In früheren Jahren diente die Militärparade auf dem Roten Platz vor Präsident Wladimir Putin der Demonstration russischer Militärstärke durch die Präsentation von Interkontinentalraketen und modernen Panzern. Anlass ist die traditionelle Feier am 9. Mai, mit der Russland an den Sieg über Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg 1945 erinnert.
Um die Invasion durch Moskau abzuwehren, hat das ukrainische Militär zuletzt seine Drohnen-Gegenoffensiven auf das russische Inland verstärkt. Der Umfang des bei der Parade gezeigten militärischen Geräts war allerdings auch in der Vergangenheit nicht immer gleich. Das letzte Mal, dass keine Waffensysteme gezeigt wurden, war 2007.
Einschränkungen für Gedenkmarsch „Unsterbliches Regiment“
Der Gedenkmarsch „Unsterbliches Regiment“, eine weitere Aktion des Erinnerns, wird dieses Jahr abhängig von der Sicherheitslage in den Regionen entweder als physischer Umzug oder in digitaler Form abgehalten. Bei dieser Veranstaltung tragen russische Bürger Bilder von Angehörigen, die im Krieg ums Leben kamen. (dpa/red)
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