Washington – Ein Gericht in Baltimore hat am Montag (Ortszeit) die lebenslange Haftstrafe eines verurteilten Mörders vorläufig aufgehoben.
Die Richterin des Bezirksgerichts begründete die Entlassung von Adnan Syed, der seit 22 Jahren wegen Mordes an seiner Ex-Freundin einsitzt, mit erheblichen Zweifeln an der Verfahrensführung. Die Staatsanwaltschaft hatte in dem Prozess unter anderem Informationen über mögliche andere Verdächtige nicht an die Verteidiger des heute 43-Jährigen übergeben.
Fall war Thema im Podcast „Serial“
Der umstrittene Fall erlangte durch den zwölfteiligen Podcast „Serial“ landesweite Aufmerksamkeit. Darin ging es um die Frage, ob mit Syed eine unschuldige Person verurteilt worden sein könnte. Der Mann hatte stets seine Unschuld beteuert.
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2016 erreichte Syed einen Etappenerfolg, als ein Berufungsgericht das Urteil aufhob. Das oberste Gericht des Bundesstaates Maryland widerrief diese Entscheidung jedoch.Die Staatsanwaltschaft hat nach der neuerlichen Revision nun 30 Tage Zeit, um zu entscheiden, ob sie erneut Anklage erheben wird. Syed steht bis dahin unter GPS-Überwachung. (kna)

