Ein Privatflugzeug startet in Texas und ist auf dem Weg in die Bahamas. Doch die Maschine kommt dort nicht an.
„Wie eine herabstürzende Rakete“Neun Tote bei Flugzeugabsturz in Florida

Die Ordnungskräfte rücken zu einem Flugzeugabsturz im Palm Beach County, Florida, aus.
Copyright: Mark Elias/FR171907 AP/AP/dpa
Beim Absturz eines Privatflugzeugs im US-Bundesstaat Florida sind Verkehrsminister Sean Duffy zufolge alle neun Insassen ums Leben gekommen. Die Maschine sei am Mittag (US-Ostküstenzeit) über einem Wohngebiet nahe Cresthaven abgestürzt, teilte er auf der Plattform X mit. Warum die Maschine abstürzte, blieb zunächst unklar. Auf dem Asphalt der Straße am Absturzort entstand ein riesiger Krater.
Die Learjet 60 war demnach im texanischen Austin gestartet und auf dem Weg zu den Bahamas, bevor die Maschine dann im Bezirk Palm Beach abstürzte. Ob am Boden weitere Personen durch den Absturz verletzt oder getötet wurden, sagte Duffy zunächst nicht.
Flugzeug raste laut Videos nahezu senkrecht zu Boden
„Das war offensichtlich ein verheerender Flugzeugabsturz“, sagte Gouverneur Ron DeSantis vor Journalisten. „Es sah aus wie eine herabstürzende Rakete. Am Straßenrand blieb ein großer Krater zurück.“ Aufnahmen, die in sozialen Medien kursierten, scheinen den Moment des Absturzes zu zeigen. Darauf ist zu sehen, wie Autos eine Straße entlangfahren, als plötzlich ein Flugzeug nahezu senkrecht vom Himmel stürzt und am Boden in einem gewaltigen Feuerball explodiert.

Die Straßen sind nahe der Absturzstelle gesperrt.
Copyright: Getty Images via AFP
Der Aufprall ließ einen Krater im Asphalt zurück. Trümmerteile seien laut DeSantis über eine beträchtliche Distanz geschleudert worden. Aus einer nahe gelegenen Wohnwagensiedlung brachten Rettungskräfte laut US-Medien rund 600 Menschen in Sicherheit. Das Gebiet sei zunächst für Ermittlungen und Aufräumarbeiten abgesperrt worden.
„Mayday, Mayday (...) Wir werden abstürzen“
Audiomitschnitte dokumentieren laut US-Medien die letzten Funksprüche der Pilotin mit dem Kontrollturm, bevor die Maschine abstürzte. „Mayday, Mayday“, habe sie gerufen und den Notfall erklärt. Das Flugzeug verliere rasch an Höhe, meldete sie den Berichten zufolge - zuletzt habe sie von einem Höhenverlust von rund 6.000 Metern pro Minute gesprochen. „Wir werden abstürzen. (…) Wir haben keine Zeit mehr“, habe die Pilotin dann dem Kontrollturm zugerufen. Warum die Maschine abstürzte, blieb zunächst unklar.
Der Absturzort an der Ostküste der USA liegt nicht weit entfernt von der Privatresidenz Mar-a-Lago von Präsident Donald Trump. Im Endspurt vor den Parlamentswahlen am Dienstag hatte der Präsident Wahlkampftermine in anderen Bundesstaaten. (dpa/afp)