Mit einer Geste an Katalonien begeistert Papst Leo XIV. die Jugend in Barcelona und spricht über heikle Themen.
Papst begeistert BarcelonaLeo XIV. spricht bei Gebetsvigil überraschend Katalanisch

Papst Leo XIV. grüßt die rund 40.000 Teilnehmer einer Vigilie im Olympiastadion in Barcelona.
Copyright: Bernat Armangue/AP/dpa
Eine Gebetsandacht mit etwa 40.000 vorwiegend jugendlichen Gläubigen hielt Papst Leo XIV. im Olympiastadion von Barcelona ab; dies war die zweite Etappe seiner Spanienreise. Der Pontifex wandte sich, wie schon bei seiner Ankunft in der städtischen Kathedrale, erneut auf Katalanisch an die Anwesenden, was auf enthusiastische Reaktionen stieß. In der autonomen Gemeinschaft Katalonien existieren starke separatistische Bestrebungen, die eine Loslösung von Spanien zum Ziel haben.
Mit dieser Geste reagierte der aus den USA stammende Papst, der seit seiner Tätigkeit als Missionar und Bischof in Peru die spanische Sprache beherrscht, ebenfalls auf kritische Stimmen. Im Vorfeld hatte der Vatikan bekannt gegeben, das Kirchenoberhaupt würde sich während des einwöchigen Besuchs ausschließlich auf Spanisch verständigen. Daraufhin äußerte der Erzbischof von Barcelona, Juan José Omella Omella: „Der Papst wird tun, was er kann.“
Dialog über Depression und Gewalt im häuslichen Umfeld
Junge Menschen hatten bei der Vigilie die Möglichkeit, dem Papst Fragen zu unterbreiten, die dieser abwechselnd auf Katalanisch und Spanisch beantwortete. Thematisiert wurden unter anderem der tiefere Lebenssinn abseits der Karriere, der Glaube als Ausweg aus Depressionen sowie häusliche Gewalt. Außerhalb des Olympiastadions erteilte der Pontifex außerdem 30 Ambulanzfahrzeugen für die Ukraine seinen Segen.
Robert Prevost, der im Mai des Vorjahres zum Pontifex ernannt wurde, begann seinen einwöchigen Besuch am Samstag mit der Ankunft in Madrid. Sein bescheidenes Auftreten, gepaart mit unmissverständlichen Botschaften für Frieden und das Völkerrecht, fand breite Zustimmung. Mehr als 1,2 Millionen Gläubige nahmen an einer Freiluftmesse in Madrid teil.
Mahnung gegen Spaltung und Rechtspopulismus
Das Oberhaupt der katholischen Kirche plädierte ebenso für den Schutz der Würde aller Menschen, einschließlich Geflüchteter. Des Weiteren mahnte er eindringlich vor den Risiken rechtspopulistischer Strömungen und der wachsenden Polarisierung in der Politik sowie der Gesellschaft.
Ein Glanzpunkt seines Barcelona-Aufenthalts wird voraussichtlich die Messe am Mittwochabend in der berühmten Basilika Sagrada Familia sein, die jährlich Millionen von Besuchern anzieht. Ab Donnerstag bilden die Kanarischen Inseln die abschließende Etappe seiner Reise.
Abschluss auf den Kanaren mit Begegnung mit Geflüchteten
Dort plant das Oberhaupt von 1,4 Milliarden Katholiken eine Begegnung mit Geflüchteten. In den zurückliegenden Jahren sind Zehntausende mit kleinen Holzbooten von Afrika über den Atlantik auf die Inseln gelangt, angetrieben von der Hoffnung auf ein besseres und sichereres Leben. Für viele endete die gefährliche Überfahrt tödlich. (dpa/red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.