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„Schlag in die Magengrube“Wie die Tochter von Patrice Aminati ihre Krankheit wahrnimmt

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Krebs-Convention „YES!CON“ - „Ring of Courage“

Patrice Aminati war zu Gast bei der Krebs-Convention „YES!CON“.

Patrice Aminati ist an Krebs erkrankt. Sie erzählt, warum sie ihrer kleinen Tochter nichts vormachen kann.

Patrice Aminati (31), eine an Krebs leidende Influencerin und Moderatorin, hat nach eigener Aussage Schwierigkeiten, ihr Befinden vor ihrer Tochter zu verheimlichen. „Dein Kind spürt dich, spürt leider mehr, als ich das gedacht habe“, äußerte Aminati während einer Podiumsdiskussion bei der Krebs-Convention „YES!CON“ in Berlin. An dieser Diskussion beteiligte sich auch die Paralympics-Athletin Elena Semechin, die ebenfalls mit der Diagnose Krebs lebt.

Aminati berichtete, dass sie ihre Medikamente stets „heimlich“ morgens sowie abends einnehme. Ihre dreieinhalbjährige Tochter habe jedoch während des Spielens mit Spielzeugpferden ihre Beobachtung mit den Worten offenbart: „Hier, du bekommst Medizin. Mama nimmt auch viele Tabletten.“

„Ein Schlag in die Magengrube“

Die 31-Jährige kommentierte dies mit den Worten: „Das war ein Schlag in die Magengrube, weil ich mir dachte: Wir können Kindern nichts vormachen. Natürlich verstehen sie nicht jedes Wort, aber sie spüren dich.“ Sie beschrieb die Lage als außerordentlich herausfordernd. Kinder könnten zwar Kraft geben, doch bei Pflegebedürftigkeit und Schmerzen sei ein unterstützendes Netzwerk unerlässlich.

Vor drei Jahren erhielt Aminati die Diagnose schwarzer Hautkrebs. Laut ihren eigenen Angaben ist eine komplette Genesung nicht möglich. Im vergangenen Dezember gab sie zudem die Trennung von ihrem Gatten, dem TV-Moderator Daniel Aminati (52), bekannt.

Sorge vor der Rückkehr aus der Klinik

Aminati erklärte, ihre Tochter sei sechs Monate alt gewesen, als die Diagnose gestellt wurde. Sie schätzte sich glücklich, stets unweit ihrer Eltern gewohnt zu haben, welche die Betreuung des Kindes übernommen hätten. „Ich wollte immer präsent sein“, betonte sie. Aus persönlicher Überzeugung habe sie ihre Tochter nicht mit in die Klinik nehmen wollen.

Aminati wurde mit dem „Ring of Courage“ geehrt.

Aminati wurde mit dem „Ring of Courage“ geehrt.

Aminati schilderte, dass sie nach einem Klinikaufenthalt erhebliche Sorge vor dem Wiedersehen mit ihrer inzwischen älter gewordenen Tochter hatte. Ihre Befürchtung war, auf das Kind fremd zu wirken. „Ich wollte nicht, dass sie mich so sieht.“ Doch bei einer Begegnung in einem Park sei das Mädchen auf sie zugelaufen, „als wäre keine Sekunde vergangen“.

Im Rahmen der „YES!CON“ erhielt die Influencerin den „Ring of Courage“. Mit dieser Auszeichnung wird ihr Engagement gewürdigt, das Thema Krebs zu enttabuisieren und sich für Prävention sowie Aufklärung starkzumachen. (dpa/red)