Einen nicht alltäglichen Fund machten die peruanischen Behörden bei der Gepäckkontrolle am Flughafen Lima. Über 3000 Vogelspinnen sollten nach Deutschland transportiert werden.
Deutsche Schmuggler gefasst3000 seltene Spinnen in Strümpfen entdeckt

Verpackt und in Socken versteckt, wollten zwei Deutsche die Vogelspinnen schmuggeln.
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Ein anonymer Hinweis hat die peruanischen Behörden am internationalen Flughafen von Lima auf einen mutmaßlichen Spinnen-Schmuggel aufmerksam gemacht.
Mehr als 3000 Vogelspinnen wurden im Gepäck zweier deutscher Staatsangehöriger sowie eines Polen sichergestellt. Die Spinnen steckten in beschrifteten, getragenen Socken.
Die drei Reisenden wurden am Check-in-Schalter von den Behörden aufgegriffen und von der auf Umweltdelikte spezialisierten Abteilung der peruanischen Nationalpolizei festgenommen.
Deutschen droht hohe Haftstrafe
Sie müssen sich nun einem Strafverfahren vor der Sonderstaatsanwaltschaft für Umweltangelegenheiten stellen. Auf die unerlaubte Ausfuhr wildlebender Tiere stehen in Peru drei bis fünf Jahre Haft, in besonders schweren Fällen vier bis acht Jahre.
„In drei Koffern, verpackt in Strümpfen, fanden wir die Vogelspinnen in verschiedenen Entwicklungsstadien, von Eiern über Jungtiere bis hin zu ausgewachsenen Exemplaren“, erklärte die Expertin für Wald- und Wildtierkontrolle Cora Suárez, die für die Kontrollstelle am Flughafen verantwortlich ist.
Die Schmuggler hätten eine sorgfältige Auswahl getroffen, um verschiedene Arten zu haben, darunter sogar einige, die wissenschaftlich noch nicht beschrieben worden seien, heißt es in der Pressemitteilung.
Die Spinnen, von denen einige auffällige Farben aufweisen, sollen zu Sammel-, Forschungs- und Haustierzwecken gehandelt worden sein. Wie die peruanischen Behörden mitteilten, kann es sich bei einem der Festgenommenen um einen Vogelspinnen-Forscher handeln.
Die Exemplare stammten aus verschiedenen Regionen des südamerikanischen Landes wie Junín, Loreto, Cajamarca, Cusco oder La Libertad. Die beschlagnahmten Achtbeiner werden derzeit noch identifiziert. Sobald die Untersuchungen abgeschlossen sind, sollen sie in einer zugelassenen Zuchtstation in Sicherheit gebracht werden. (dpa/red)