Die Vogelgrippe breitet sich aus: In Norwegen wurde das Virus nun erstmals in Europa bei einem Polarbären nachgewiesen.
Vogelgrippe tötet EisbärErster Fall in Europa auf Spitzbergen nachgewiesen

Zum ersten Mal ist in Europa bei einem Eisbären die Vogelgrippe entdeckt worden - und zwar auf der norwegischen Inselgruppe Spitzbergen. (Symbolbild)
Copyright: Steffen Trumpf/dpa
In Norwegen wurde der europaweit erste Fall von Vogelgrippe bei einem Polarbären registriert. Laut Mitteilung des norwegischen Veterinärinstituts ist der Erreger bei einem verendeten, ein Jahr alten männlichen Exemplar auf dem Archipel Spitzbergen identifiziert worden. Der Nachweis des Virus gelang den Angaben zufolge ebenso bei einem toten adulten Walross.
„Die Funde sind Teil einer Entwicklung, bei der das Vogelgrippe-Virus vermehrt bei Säugetieren in Europa nachgewiesen wird“, erläuterte Ragnhild Tønnessen vom Veterinärinstitut gemäß der Bekanntmachung. Parallel dazu habe sich der Erreger in den letzten Jahren in neue Regionen verbreitet, einschließlich der Arktis. Dort könnte er Konsequenzen für bedrohte Bestände und ganze Ökosysteme nach sich ziehen.
Premiere des Virusnachweises bei Polarbären 2023 in Alaska
Die erstmalige Detektion des Vogelgrippe-Erregers bei einem Polarbären fand im Jahr 2023 statt – es handelte sich um ein junges männliches Tier in Alaska. Das nun auf Spitzbergen untersuchte Exemplar war laut dem norwegischen Veterinärinstitut mit dem Subtyp H5N5 des Erregers infiziert. Diese Variante wurde auf dem Archipel bereits vorher nicht nur bei Vögeln, sondern ebenfalls bei einem Walross sowie bei Polarfüchsen gefunden.
Vielfältige Säugetierarten in Europa infiziert
Der Vogelgrippe-Erreger ist bereits bei diversen Säugetierspezies in Europa detektiert worden. Außer bei Rindern und Katzen waren unterschiedliche Raubtierarten wie Nerz, Luchs und Bär sowie Seehunde und Kegelrobben infiziert. Die Geflügelinfluenza konnte überdies bei einem Schaf im Vereinigten Königreich festgestellt werden.
Eine Übertragung des Erregers auf den Menschen ist grundsätzlich denkbar, tritt jedoch nur selten auf. (dpa/red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.