Zwei Hochgeschwindigkeitszüge sind südlich von Madrid zusammengeprallt. Die Lage ist unübersichtlich.
Waggons entgleistSchweres Zugunglück in Spanien – fast 50 Todesopfer
Ein schweres Zugunglück hat Spanien erneut erschüttert. Diesmal in der Nähe von Madrid. Ersten Angaben der Regionalbehörden zufolge sind dabei mindestens 46 Menschen ums Leben gekommen. Es wird jedoch das Schlimmste befürchtet. Die Zahl der Opfer könne noch steigen, sagte eine Sprecherin der Region Kastilien-La Mancha.
Nach Behördenangaben kollidierten zwei Hochgeschwindigkeitszüge am Mittwochmorgen (28. Oktober) rund 150 Kilometer südlich von Madrid. Bei dem Unglück nahe Urda in der Provinz Toledo entgleisten zwei Waggons eines Zuges des privaten Bahnunternehmens Iryo.

Blick auf einen der beiden Züge, der an einem Zusammenstoß beteiligt war.
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Zugunglück in Spanien kostet viele Menschenleben
Fernsehbilder des Fernsehsenders „RTVE“ zeigten die Zugwracks. Mehrere Waggons lagen umgestürzt neben den Gleisen. Ein Sprecher des Rettungsdienstes erklärte, dass alle verfügbaren Kräfte zur Unglücksstelle entsandt würden. Im Einsatz waren drei Rettungshubschrauber, mehrere Feuerwehrmannschaften sowie mobile intensivmedizinische Rettungsfahrzeuge.
Der Unfall ereignete sich Medienberichten zufolge gegen 9 Uhr. Ein Hochgeschwindigkeitszug habe einen anderen von hinten gerammt, als beide in Richtung Süden nach Andalusien unterwegs gewesen seien, hieß es aus Adif-Kreisen.
„Bestürzt über das schwere Zugunglück in Toledo“, schrieb der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez auf X. Er sprach den Betroffenen und ihren Angehörigen sein Mitgefühl aus.

Zwei Züge stießen am Bahnhof der Stadt Urda in der Provinz Toledo zusammen.
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Bahnverkehr südlich um Madrid komplett eingestellt
Alle verfügbaren Kräfte würden zur Unglücksstelle entsandt, sagte ein Sprecher des Rettungsdienstes. Rettungshubschrauber, Feuerwehr und mobile intensivmedizinische Rettungsfahrzeuge seien im Einsatz.
Der Bahnverkehr zwischen Madrid und Andalusien wurde in beide Richtungen unterbrochen, wie der spanische Bahnnetzbetreiber Adif mitteilte. Die Ursache des Zusammenstoßes war zunächst unklar.
Nach dem tragischen Zugunglück in Spanien wurden die für Mittwoch angesetzten Erstrundenpartien im nationalen Pokalwettbewerb Copa del Rey abgesagt. Dies gab der spanische Fußballverband RFEF vor Beginn der 24 Spiele am Abend bekannt. Unter anderem wären die Erstligisten Betis Sevilla, FC Valencia und Deportivo Alavés im Einsatz gewesen.
Erst im Januar waren 46 Menschen ums Leben gekommen, als in Südspanien zwei Hochgeschwindkeitszüge kolllidierten. (dpa/afp/mbr)
