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Seltene AuslandsreiseKim Jong Un besucht Militärparade in Peking

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Nordkoreas Kim Jong Un reist selten ins Ausland, nimmt aber an Chinas Militärparade in Peking am dritten September teil.

Nordkoreas Kim Jong Un reist selten ins Ausland, nimmt aber an Chinas Militärparade in Peking am dritten September teil.

Kim Jong Un besucht selten das Ausland; seine nächste Reise führt ihn nach Peking zur Militärparade, auch Putin ist dort.

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un wird nach Angaben aus China in der kommenden Woche zu einer seltenen Auslandsreise nach Peking aufbrechen, um an einer Militärparade teilzunehmen. China und Nordkorea seien befreundete Nachbarn, erklärte Vize-Außenminister Hong Lei, und Peking freue sich, Generalsekretär Kim herzlich willkommen zu heißen.

Die beiden Länder hätten gemeinsam im Zweiten Weltkrieg gekämpft, betonte Hong. China sei entschlossen, die Zusammenarbeit mit Nordkorea weiter auszubauen und den Frieden in der Region zu fördern. Die geplante Militärparade soll an den 80. Jahrestag des Sieges über Japan im Zweiten Weltkrieg erinnern.

Kim verlässt Nordkorea fast nie

Auslandsreisen von Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un sind äußerst selten. In den vergangenen sechs Jahren verließ er sein Land nur ein einziges Mal – im September 2023, als er sich mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zu einem Gipfeltreffen traf. Der Ort des Treffens war der Weltraumbahnhof Wostotschny in der russischen Amur-Region, rund 100 Kilometer von der chinesischen Grenze entfernt. Seinen letzten Besuch in China absolvierte Kim im Januar 2019, als er Staatschef Xi Jinping in der Großen Halle des Volkes in Peking zu Gesprächen traf.

Neben Kim Jong Un wird auch Russlands Präsident Wladimir Putin an der Militärparade am 3. September in Peking teilnehmen. Insgesamt rechnet China mit der Anreise von Staats- und Regierungschefs aus 26 Ländern. Aus Europa werden nach chinesischen Angaben unter anderem Serbiens Präsident Aleksandar Vučić und der slowakische Ministerpräsident Robert Fico erwartet.

China sieht in Parade Friedensappell

Militärparaden großen Ausmaßes sind in China selten – die letzte fand 2019 zum 70. Jahrestag der Gründung der Volksrepublik statt. Die kommende Veranstaltung wird von Staats- und Parteichef Xi Jinping mit einer Rede eröffnet, bei der die Volksbefreiungsarmee zudem moderne Waffensysteme präsentieren will.

Die Parade gilt als Zeichen militärischer Stärke in einer zunehmend angespannten Region, besonders im Hinblick auf das Südchinesische Meer und die Taiwanstraße, wo China immer offensiver auftritt. Peking selbst betont hingegen, die Parade und die militärische Aufrüstung seien als Beitrag zum Frieden zu verstehen. (dpa)