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Seltener Fund in BerlinHolzbauwerk mit Gegenständen aus 15. Jahrhundert ausgegraben

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Würfel aus Knochen wurden bei der Ausgrabung in Berlin gefunden.

Berlin – Das Landesdenkmalamt hat bei einer Ausgrabung in Berlins Stadtmitte ein Holzbauwerk mitsamt zahlreichen Haushaltsgegenständen aus der Zeit um 1400 entdeckt. „Die Anzahl und die Vielfalt der geborgenen Funde sind für Berlin einzigartig“, teilte die Behörde am Dienstag mit.

Der Fund wurde bei einer Grabung am sogenannten Molkenmarkt im historischen Zentrum gemacht. Es seien große Mengen eines typischen Haushalts des 15. Jahrhunderts wie Gefäße, Werkzeuge und Ausstattungsgegenstände zum Vorschein gekommen. Besonders interessant seien zudem Sonderfunde wie Knochenwürfel, Murmeln, ein Wiegenpüppchen und Metallgegenstände.

Kultursenator Klaus Lederer: Äußerst seltener Fund

„Einzigartig gut erhalten“ sind demnach unter anderem Lederschuhe, Textilreste und kleinste Nahrungsreste wie Kirsch-, Weintrauben- und Pflaumenkerne sowie verschiedene Nüsse. Das Bauwerk, in dem sich die Funde befanden, war den Angaben zufolge an seiner Oberkante rund 73 Meter groß. Es handelt sich vermutlich um einen mit Holz verschalten Keller eines größeren Wohngebäudes.

„Ein archäologischer Fundkomplex ist in dieser Reichhaltigkeit und Vielfalt in einer durch die Bautätigkeit geprägten Stadt wie Berlin äußerst selten“, erklärte Kultursenator Klaus Lederer (Linke). Die Funde vertieften das Wissen über die Alltagskultur der Berlinerinnen und Berliner im 15. Jahrhundert. Es seien noch weitere spannende Befunde und Funde in der „derzeit größten innerstädtischen Flächengrabung in Deutschland“ zu erwarten. (awe/cfm)