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Sydney, Bangkok, BerlinMenschen in aller Welt begrüßen neues Jahr 2026

3 min
Silvester-Feuerwerk in Sydney

Silvester-Feuerwerk in Sydney

Als erste feierten die Australier mit einem spektakulären Feuerwerk in Sydney. Hier wurde aber auch der Opfer des Terroranschlags gedacht.

Feiernde Menschen auf der ganzen Welt haben auf den Beginn des Jahres 2026 angestoßen. Mit als erste läuteten wie immer die Australier das neue Jahr ein: Mit einem spektakulären Feuerwerk an der Harbour Bridge und am Opernhaus in Sydney fanden dort die Silvesterfeiern ihren Höhepunkt. Auch im indonesischen Jakarta, auf den Philippinen und in Bangkok versammelten sich die Menschen, um 2026 zu begrüßen. In Peking begann das neue Jahr mit einer Feier an der Großen Mauer. Auch in Deutschland wurde gefeiert, etwa am Brandenburger Tor in Berlin oder in Hamburg.

In Sydney wurden vor Hunderttausenden Zuschauerinnen und Zuschauern am Hafen neun Tonnen Feuerwerk gezündet. Wegen des Anschlags auf das jüdische Chanukka-Fest vor rund zwei Wochen am Bondi Beach waren die Sicherheitsvorkehrungen in der australischen Küstenmetropole dieses Jahr strenger als üblich.

Gedenken an die Opfer des Terroranschlags von Sydney

Gedenken an die Opfer des Terroranschlags von Sydney

Auch die Vorbereitungen zu der großen Party waren überschattet von der Erinnerung an den Anschlag, bei dem ein Vater und sein Sohn 15 Menschen erschossen hatten. Silvesterpartys wurden daher um 23.00 Uhr (Ortszeit) für eine Schweigeminute unterbrochen, die Harbour Bridge in weißes Licht als Zeichen des Friedens getaucht. „Die Freude, die wir normalerweise zu Beginn des neuen Jahres verspüren, ist dieses Jahr durch die Traurigkeit des alten gedämpft“, erklärte Regierungschef Anthony Albanese in einer Videobotschaft.

Bevor das Feuerwerk in Sydney zündete, waren die Pazifikstaaten Kiribati und Neuseeland die ersten, die ins Neue Jahr starteten. Asiatische Staaten wie Indonesien begrüßten Stunden später mit Feuerwerk und großen Feiern in den Städten das Jahr 2026. In Peking feierten die Menschen an der Großen Mauer. Auch über der Skyline von Bangkok erleuchteten Raketen den Himmel.

In Hongkong wurde das große Feuerwerk zu Ehren der 161 Todesopfer abgesagt, die beim Brand eines Hochhauskomplexes kürzlich ums Leben gekommen waren. Im Zentrum der Stadt versammelten sich die Menschen trotzdem zum Silvester-Countdown.

Große Silvesterparty in Berlin

Auch in Europa und jenseits des Atlantik wurde gefeiert. In Berlin versammelten sich Menschen am Brandenburger Tor, um das neue Jahr zu begrüßen. Auch in Hamburg feierten Menschen, in diesem Jahr kam die ZDF-Silvestershow aus der Hafencity der Elbmetropole. In Paris knallten die Champagnerkorken in der Nähe des Eiffelturms und in Bulgarien wurde mit dem Jahreswechsel der Euro eingeführt.

Feuerwerk über dem Brandenburger Tor in Berlin

Feuerwerk über dem Brandenburger Tor in Berlin

In Dubai standen Menschen bis zu neun Stunden an, um ein spektakuläres Feuerwerks- und Laserspektakel am Burj Khalifa, dem höchsten Gebäude der Welt, zu sehen.

In Brasilien wurden am berühmten Copacabana-Strand über zwei Millionen Menschen zur laut Behörden größten Silvesterparty der Welt erwartet.

Putin gibt sich in Neujahrsansprache siegessicher

Viele Menschen erwarten angesichts der zahlreichen Krisenherde auch 2026 eher schwierige Zeiten. Zwar sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in seiner Neujahrsansprache, sein Land sei „zehn Prozent“ von einem Abkommen zur Beendigung des Krieges entfernt. Wichtige Fragen seien jedoch noch offen.

Russlands Präsident Wladimir Putin gab sich in seiner Neujahrsansprache derweil siegessicher. Seine Truppen würden weiter für „ihr Heimatland, die Wahrheit und Gerechtigkeit“ kämpfen, sagte er.

Chinas Präsident Xi Jinping richtete freundliche Neujahrsgrüße an seinen russischen Kollegen. Er stehe 2026 für einen „engen Austausch“ bereit, um „gemeinsam kontinuierlich neue Fortschritte in den bilateralen Beziehungen zu erzielen“, wie Xi in chinesischen Staatsmedien zitiert wurde. Auch in der Taiwan-Frage stehen die Zeichen weiterhin auf Konfrontation: China führte in den vergangenen Tagen großangelegte Militärmanöver vor der Insel aus.

Zudem dürften viele Menschen weltweit angesichts der Wirtschaftslage sorgenvoll ins neue Jahr blicken. Hinzu kommen die Unwägbarkeiten durch die Politik von US-Präsident Donald Trump. Und auch im Gazastreifen ist nicht sicher, wie lange die vereinbarte Waffenruhe halten wird.

Dennoch wird es 2026 auch wieder freudige Ereignisse geben - die Olympischen Winterspiele in Italien und die Fußball-WM in Nordamerika sind nur zwei davon. (afp)